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Wulff und der Pentito

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Eingeordnet in: Politik

In Mafiakreisen werden als Pentito jene bezeichnet, die bei der Polizei (oder anderswo) den Singvogel geben und anfangen zu plaudern. Im Falle der Kreditaffäre von Wulff war ich dann doch etwas erstaunt, dass der Unternehmer Geerkens bei Spiegel Online selber anfängt zu zwitschern und einige Sachen hinsichtlich der Kreditaffäre klarstellt. Im wesentlichen macht er deutlich, dass seine Frau geldtechnisch rein gar nichts zu melden hat, sondern lediglich als Mittel zum Zweck für Geldgeschäfte dient. Das ist in den Kreisen nicht unüblich und war selbstverständlich meine erste Vermutung, als ich davon gelesen habe, dass die Ehefrau des Unternehmers Geerkens 500.000 € an Kredit an Wulff vergeben haben soll.
Nur: warum darüber plaudern? Die Ehefraugeschichte wäre anrüchig gewesen, hätte sich aber vermutlich gut aussitzen lassen. Da weiss dann zwar jeder, was Sache ist, kann aber letzlich doch nichts machen. Hat es Geerkens nicht ertragen, dass ein Teil der Öffentlichkeit glaubt, dass seine quasi mittellose Frau (Gütertrennung!) einem Ministerpräsidenten einen Kredit über 500.000 € gibt? Ich halte diese Erklärung sogar für recht naheliegend, da mir der Typus bestimmter Unternehmer (und Männer) durchaus bekannt ist.
Allerdings muss Geerkens ja davon ausgehen, dass er Wulff damit gehörig in die Bredouille bringt. Da stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Freundschaft zwischen Wulff und Geerkens geht.

Stellt sich mir als nächstes die Frage nach der Rolle der BILD-Zeitung. Warum führt ausgerechnet die CDU-nahe BILD eine Kampagne gegen den Bundespräsidenten (CDU), wohlwissend, dass das die Bundeskanzlerin (ebenfalls CDU) in Bedrängnis bringt? Zumal jetzt noch von diversen Seiten Gerüchte über weitere, mögliche Stories auftauchen, auf denen BILD sitzen soll. Ich bin bestimmt kein Freund der CDU, allerdings würde ich es mir dreimal überlegen, bevor ich den Bundespräsidenten angreifen würde, sässe ich auf einer Story. Vielleicht bin ich an der Stelle obrigkeitshörig, aber der Bundespräsident hat ja in unserer Verfassung eher eine exaltierte, der Tagespolitik enthobene Stellung inne, weshalb ich mich verpflichtet sähe, ihn nicht unbedingt über einen Fehltritt stolpern zu lassen. Insofern stellt sich mir da schon die Frage nach den wahren Hintergründen.

Wenn ich mir allerdings vorstelle, was da die wahren Hintergründe sein könnten - nicht, dass ich eine Ahnung hätte, aber sie müssen heftig sein - dann stellt sich mir die Frage, ob ich das überhaupt wissen will.

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WulFFylein hat abgewulFFt
Babylonier06.03.2012 15:52:57
"Allerdings muss Geerkens ja davon ausgehen, dass er Wulff damit gehörig in die Bredouille bringt. Da stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Freundschaft zwischen Wulff und Geerkens geht."
.
Da sind Sie leider einem Irrtum aufgesessen, EX-Präser (C.W.) betitelt ganz offenbar ausnahmslos "JEDEN", der ihm monetäre Vorteile bietet als "Freund"... Abgesehen davon, dass C.W. ganz offensichtlich von einer "Normalen" Bank kein solch ein nettes kleines Häuschen bei seiner "Kassenlage" hätte finanziert bekommen. So bleibt schon heute festzustellen, dass sich der Jurist C.W. ganz schön fett ins Töpfchen gesetzt hat. Dazu werden die Ermittlungen in Kürze neues zu Tage fördern, was die Konstellation "Arbeitgeber" / "erbrachte Arbeitsleistung" und "Entlohnung" angeht... das ist ja alles nur noch zum AbwulFFen... peinlich(!)