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Windows 8 auf Tablets

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Ich habe für die Firma ein Windows 8-Tablet angeschafft. Nichts weltbewegendes, Atom-Prozessor mit 2 GB und 1366x786-Auflösung.

Windows 8 habe ich bisher grösstenteils als Schwachsinn wahrgenommen, auch wenn ich mich schlussendlich auch ohne Startbutton daran gewöhnt habe.
Habe ich in einer Neuinstallation eine Musikdatei geöffnet, kam ein riesiger Kopfhöhrer über alles, woran ich gerade gearbeitet habe. Habe ich ein PDF aufgemacht, kam ein riesiges Dokument. Habe ich eine neue Anwendung aufmachen wollen, kam eine riesige Schaltfläche voller Kacheln. Ab und an, wenn ich so unvorsichtig war, die Maus irgendwie zu bewegen, kam an den Rand ein Menü, oder die Uhrzeit, oder sonstwas.

Auf einem Tablet ergibt das alles Sinn. Von links, rechts, unten, oben reinwischen, die Kacheln hin- und herwischen, auf die Kacheln tippen. Ich finde das System besser, als Android oder iOS. Die Fullscreen-Anwendungen ergeben Sinn, sind gut bedienbar und fühlen sich nicht grottig deplatziert an.
Microsoft hat hier den grössten Fehler überhaupt gemacht - sie dachten, sie könnten die Kacheln jedermann aufzwingen, damit sich die Kunden alle Windows 8-Tablets kaufen. Dummerweise hasst so gut wie jeder die Kacheloberfläche, da sie mit Zwang und einem untauglichen Bedienkonzept assoziiert wird. Grosse Leistung, Microsoft.

Auf dem Tablet wird es dann leider zu einem Problem, dass die Sache nicht konsequent zu Ende gedacht wurde. Ich möchte mich mit einem Netzlaufwerk verbinden oder einen Drucker installieren? Uuups, sei gegrüsst, Desktop mit winzigen Schaltflächen. Es wird gehasst, was auf normalen PCs geliebt wird.

Im Grunde ist es schade, da Microsoft-Tablets ein enormes Potential haben. Eben, weil ich beispielsweise den Benutzern einen normalen Account einrichten kann, und sie mir die Maschine nicht mit Angry Birds oder schlimmerem vollstopfen können. Oder weil ich ohne weiteres auf meinen Fileserver zugreifen und Dokumente auf unseren Drucker schicken kann. Hier hat Microsoft enorm viel verschenkt, indem sie Vegetarier und Fleischesser so bedienen mussten, dass es eben ein Schnitzel mit Salatbeilage gibt.

Ansonsten halte ich nach wie vor nicht viel von Tablets. Das Ding hat mich 399 € gekostet, hat 2 GB RAM, 64 GB SSD und einen Atom-Prozessor. Für 329 € bekomme ich das Acer Aspire One mit 4GB Speicher, 500 GB und 11,6"-Bildschirm. Mit diesem Teil kann man so ziemlich alles machen, was es computerbezogen zu machen gibt.
Wer will, legt noch 90 € für eine Samsung SSD mit 120 GB drauf und hat eine schnellere und leistungsfähigere Kiste.

Nun, höre ich den Einwand, es ist kein Tablet. Das stimmt. Allerdings habe ich für ein Tablet bisher - schlagt mich - keinen sinnvollen Use Case gefunden. Ich arbeite an meinem grossen Rechn
er. Katzenvideos schaue ich abends im Bett auf dem Netbook. Da ich da bequem auf dem Bauch liegen kann, ist das Ding zehnmal komfortabler als ein Tablet.
Nehme ich es mit auf Reisen, kann ich komfortabel damit arbeiten. Die Grösse ist so, dass ich es einerseits "mal eben mitnehmen" kann, es andererseits nicht allzu klein ist.
Ein Tablet wäre praktischer, um etwa auf dem Sofa zu lesen oder zu surfen. Indes: ich mache das nicht. Ich kann mir ohnehin keine bequeme Haltung vorstellen, was daran liegen mag, dass ich m
ittlerweile auch ein Buch als "unpraktische Zumutung" empfinde.

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