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Wahlüberlegungen

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Hinsichtlich der OB-Wahl in Stuttgart macht sich langsam eine Erkenntnis in den Grünengehirnen breit: dass es schwer werden wird. Sehr schwer.

Nun geht die Verteidigung in die Richtung, dass 2500 "Bahnhofsfanatiker" nur einen unwesentlichen Anteil der Wähler stellen und mithin nicht ins Gewicht fallen. Meinetwegen d'accord. Es gibt allerdings die grosse Unbekannte der stillen Stuttgart 21-Gegner, deren Wahlverhalten noch unsicher ist. Darüber hinaus gibt es andere Faktoren, die mir einen Wahlsieg der Grünen bedrohen.

Es ist klassischerweise so, dass die CDU das robusteste und grösste Wählerpotential von allen Parteien hat. Ein Beispiel dafür ist die Landtagswahl, aus der sie trotz allem als stärkste Fraktion hervorgegangen ist. Eine Bürgermeisterwahl kennt keine Koalitionen und funktioniert von daher nach dem KO-Prinzip: wenn die CDU sich als der stärkste Block durchsetzt, gewinnt sie.
Ein Kandidat, der sich gegen die CDU durchsetzen möchte, muss diesen Block also knacken. Sollten die Gegner einen K21-Kandidaten aufstellen, wird die Situation schwierig.

Hinzu kommt, dass durch den Rücktritt Schusters ein Mobilisierungspotential unter den Gegnern verloren gegangen ist. "Alles, bloss nicht Schuster" hätte möglicherweise die Reihen geschlossen. So wird der Frust über die Widersprüche in Kretschmanns Verhalten hinsichtlich Stuttgart 21 gewinnen.

Zudem schätze ich viele CDU zu Grüne-Wechselwähler so ein, dass sie nach dem Versagen der Grünen keinen Anlass mehr haben, ihrem Lager fern zu bleiben. Sicher, die CDU hat ihnen das Projekt eingebrockt, aber da offenkundig alle Parteien es nicht für nötig halten, das Projekt zu bekämpfen, kann man diesen Punkt einfach bei allen aus der Gleichung nehmen und dann wieder die übliche Entscheidung treffen.
SPD zu Grüne-Wechselwähler werden vermutlich einfach der Wahlurne fernbleiben, anstatt wieder SPD zu wählen. Damit werden Grüne und SPD geschwächt und die CDU mithin gestärkt.
Bei den Grünen wird es jene Stammwähler geben, die wie bei der CDU auch einen Hund mit dem richtigen Parteibuch wählen würden. Dieses Wählerpotential ist aber weit geringer als dass der CDU. Frustrierte Grüne werden sich dann wohl auch in die Nichtwahl verabschieden.

Es gibt natürlich noch die Möglichkeit, einen K21-Kandidaten aufzustellen. Der wird aber vor allem auch bei den Grünen wildern. Allerdings wird es auch da Wähler geben, die zu Hause bleiben, da der K21-Kandidat ja "unseriös" ist oder sie keine Lust haben, einen K21-Kandidaten zu wählen, der S21 dann ja auch bauen müsste.

Ich hätte es allerdings auch nicht für sicher ausgemacht gehalten, dass die Grünen die OB-Wahl gewinnen, hätten sie S21 gestoppt. Denn dann wäre auch der Druck, die CDU zu verhindern, weggewesen.

Als ausgemacht erscheint mir hingegen, dass die Wahlbeteiligung einen traurigen Negativrekord aufstellen wird. Leider, aber nachvollziehbarer Weise, hat sich bei vielen Bürgern weiter das Gefühl verstärkt, dass "die da oben" ohnehin machen, was sie wollen. Dies ist dann einer der eher indirekten Schäden des Milliardenprojekts.

Dieser Text ist Teil der Serie Stuttgart 21

Auf Nichtmehr-Wiedersehen, Hauptbahnhof
S21-Szenarien
Das Turmforum
43. Montagsdemonstration
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Politikversagen
Gated Community auf dem A1-Gelände?
40x8 Meter Geldverschwendung
Wahlanalyse
Perspektiven zu S21
Zum Rücktritt Hany Azers
Zur Realisierbarkeit von Stuttgart 21
Gruss aus Kalkar
Ego te absolvo?
Stuttgart 21 - Blick in die Zukunft
Wahlüberlegungen

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