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Leuchtstoffröhrenwelt

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Bald fünf Jahre nach dem sogenannten "Glühlampenverbot" gibt es im Internet immer noch wildeste Gefechte, sobald das Thema darauf kommt. Zigtausende in diesem Land müssen auf Kellern voller Glühlampen sitzen, die für drei Leben reichen werden.

Als jemand, der sich schon mit 15 die erste Energiesparlampe ins Kinderzimmer geschraubt hat, reagiere ich auf die üblichen Debatten weitgehend verständnislos. Aber die üblichen Argumente mal kurz abgehakt:

Grässliches Licht: Ja, wenn man dieses grausige Glühlampenimitat Warmweiss verwendet. Kaltweiss 840 ist die Lösung.
Zu dunkel: Standard bei uns im Haus waren 40 und 60 W, mehr vertragen die meisten Lampen nicht. Das war dunkel. Wer sich nun die gleiche Finsternis ins Haus holt, weil er sich Energiesparlampen mit schlechter Lumen pro Watt-Ausbeute ("warmweiss") und "Helligkeit entsprechend 60 W Glühlampe" ins Haus holt, ist selber Schuld. Nur war die miserable Beleuchtung "damals" dem hohen Energieverbrauch und der hohen Wärmeentwicklung geschuldet, es gibt also keinen Grund an ihr festzuhalten. Kaltweiss 840 hat die höchste lm/W-Ausbeute, hiervon 23 oder sogar 30 W und es gibt keinen Grund zur Klage mehr. 30 W sind aber extrem hell, für viele Anwendungen "zu hell". In Bad oder Küche aber sehr angenehm.
Quecksilber: Ja. Sehr wenig in der Lampe, also geht man vorsichtig damit um und entsorgt sie beim nächsten Lampenkauf.
Hier gibt es aber auch schon erste Antworten von der Industrie, z. B. in Form einer Silikonummantelung, die eine gebrochene Röhre abkapselt.
Einschaltverzögerung: Zugegeben ein Manko, hängt aber auch von der Grundhelligkeit der Lampe ab. Wer sich nur eine 9W-Lampe kauft, hat eben zuerst kaum Licht und dann etwas mehr als kaum Licht.
Ungemütliches Licht: Das hängt von der persönlichen Präferenz ab. Wer unbedingt Glühlampenlicht haben will, kann sich warmweiss anschaffen. Es kann sinnvoll sein, sich hier z. B. ein Deckenlicht mit kaltweiss anzuschaffen, um bei Bedarf (aufräumen) viel Licht zu haben, und dazu einige Stehlampen mit schwächeren Leuchtmitteln in warmweiss.

Aber letzlich das Hauptargument gegen die Energiesparlampenfeindschaft: die Welt ist eine Leuchtstoffröhrenwelt, da bislang alleine Leuchtstoffröhren wirtschaftlich genug waren, um wirtschaftlich für ausreichende Helligkeit zu sorgen. Ohne Leuchtstoffröhren wäre unser Leben entweder grausam dunkel oder die Beleuchtung hätte einen hohen Anteil am Energieverbrauch. Man möge sich
doch mal bitte nur die typische U-Bahn-Haltestelle beleuchtet von Glühbirnen vorstellen.
Träfen all die typischerweise gegen Leuchtstoffröhren vorgebrachten Argumente zu, so frage ich mich, warum sie seit Jahrzehnten derart flächig im Einsatz sein können.

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