Die Flagge des Marasek

Dekostreifen

Deutsch

Current Texts Comic Imprint Calendar Search PHP-Classes Container-Wizard main.s21

Categories

Class Library
Computers
Gaming
Global Politics
Programming
Society
Weblog
World Outlook
{{login}}

Stufenaufstieg

Permalink
Previous: Referer-SpamNext: Syncback
Assigned keywords: Computerspiel

Normalerweise laufen Rollenspiele wie folgt ab: man läuft frohen Mutes los und stirbt an dem ersten Ork. Dann lädt man, läuft vorsichtiger los und tötet erst eine Serie von Riesenratten, bevor man stark genug ist, sich die grösseren Gegner vorzunehmen. Natürlich hat man es später mit Untoten, Liches, Drachen, Dämonen und ähnlichem zu tun, doch gelegentlich läuft man gemütlich durch den Wald und trifft dort auf ein Rudel Wölfe. Kurze Zeit später kann man in der nächstgelegenen Stadt sechs Wolfsfelle an den Mann bringen. Dies bringt eine gewisse Befriedigung mit sich; um genau zu sein, ist diese Entwicklung für mich der Inbegriff des Rollenspiels (das in meinem Falle eher "Aufstiegsspiel" heissen sollte) geworden. Ich habe immerhin schon in meinem MUD ganze Wochenenden damit zugebracht, lediglich ein und dasselbe Grab auszuräumen, unterbrochen von langen Rastpausen, nur um meine Waffenkenntnisse zu perfektionieren. Alles in der Hoffnung, dass ich irgendwann so mächtig bin, dass ich das ganze Spiel ruhig und ungefährdet erkunden kann, weil all die schnuckligen Drächelchen und Dämönchen schreiend vor mir davon laufen.
Ich bin, was man gemeinhin einen Powergamer nennt - das Feindbild aller echten Rollenspieler.

Es gibt aber Spiele, die mir da einen ganz gehörigen Strich durch die Rechnung machen. Diejenigen, die einfach die Spielstärke der Gegner anpassen. Das hat Vorteile vor allem bei weniger linearen Spielen, etwa Knights of the Old Republic 1 & 2, dass einem die Wahl lässt, in welcher Reihenfolge man die Planeten besucht, und dies ermöglicht, in dem es die Gegner der Stärke der Figur anpasst. Dafür bleibt das schöne Erfolgserlebnis, sich an all den Winzgegnern zu rächen aus, weil es nie Winzgegner gibt. Bei KOTOR war dies recht gelungen, da dadurch der Schwierigkeitsgrad das Spiel über recht konstant blieb.

Oblivion passt die Gegner ebenfalls an, aber in meinen Augen weniger optimal. Zu Beginn lauern in der Aussenwelt vor allem Wölfe und Wegelagerer, dann kommen Trolle, Bären, Pumas und härtere Wegelagerer dazu. Dies hat den unangenehmen Effekt, dass man auf jeder Reise von A nach B immer wieder auf Kämpfe auf Leben und Tod verwickelt wird. Hinzu kommt, dass die Gegner äusserst hartnäckig sind; wenn ich fliehe, folgen sie mir, und auf der Flucht gerate ich natürlich in die Nähe neuer Gegner - am Zielort bin ich dann umringt von einer Gegnerschar, die unter Umständen alle genauso stark wie ich sind.
Auch Oblivion, die Unterwelt, wird zusehends härter - war ich zunächst nur mit Skampen konfrontiert, tummeln sich dort jetzt wandelnde Steinhaufen und aufrecht gehende Krokodile. Gestern war ich an einem Punkt, an dem ich die Schwierigkeitsstufe auf "Leicht" gestellt habe, weil ich wenig Lust hatte, mich drei Stunden damit zu beschäftigen, erst wild auf meiner Maus rumzuklicken, dann fünf Minuten Heilzauber zu sprechen und schliesslich wieder den nächsten Gegner zu konfrontieren.

Soweit ich weiss, war Morrowind anders. Dies hatte zwar den Nachteil, dass manche Quests noch zu tödlich waren und ich sie auf einen späteren Zeitpunkt verschieben musste. Dafür war irgendwann der Umkehrpunkt erreicht, an dem ich die Vvardenfell beherrschte.

Mittlerweile gibt es sogar einen Patch, für den sich sehr geduldige und fleissige Spieler die Mühe gemacht haben, die Autolevel-Funktion bei vielen Gegnern zurückzusetzen.

Dieser Text ist Teil der Serie Oblivion

Elder Scrolls: Oblivion
Speicherhunger
Eine Pferderüstung? Macht 1.99 US-Dollar!
Überblendeffekt HDDR
Stufenaufstieg
Demokratie für Tamriel
Auf leisen Katzenpfoten...

Comments

Please note: comments posted won't be visible immediately, as they will be checked for harmful content.

* Title  
* Nickname  
* Comment