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Ego te absolvo?

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Eingeordnet in: Politik

Heute hat sich Heiner Geissler nebenher etwas verplappert mit der Feststellung, dass "der Bahnhof in jedem Fall gebaut wird". Das hat das Vertrauen der Gegner in die geplante Stresstestveranstaltung nicht gerade bestärkt, und jetzt mehren sich die Stimmen, der Veranstaltung fern zu bleiben. Und ich darf im Nachhinein wohl meine Meinung über Heiner Geissler revidieren; anders als viele Mitdemonstranten habe ich lange Zeit Geissler als "ehrlichen Makler" gesehen und es ihm nicht einmal übelgenommen, dass er sich Pro S21 ausgesprochen hat. Doch jetzt muss ich mir die Frage stellen, dass der häufig geäusserte Vorwurf, er sei ein "U-Boot der CDU" gewesen, nicht doch gerechtfertigt war. Es erscheint so gesehen auch in einem anderen Licht, dass Geissler sich dann doch nicht mit Nachdruck um die volle Transparenz ("Alle Fakten auf den Tisch") bei der Schlichtung gekümmert hat.

Ebenso erscheint auch die geplante Stresstestveranstaltung in einem anderen Licht: Meiner Ansicht geht es nur noch darum, der Bahn halbwegs die Absolution zu erteilen, damit die Gegner grösstenteils von der Strasse runterkommen und man mit jenem übrig bleibenden Rest leichter fertig wird. Denn sowohl Bahn als auch Landesregierung (egal welche) wissen, dass es sehr schwer werden wird, ein Projekt dieser Grössenordnung in einer "feindlichen" Großstadt über 10 Jahre zu bauen. Natürlich werden erste Fantasien der Gegner von angesägten Rohren schnell von einer effektiven Fahndungsmaschinerie erstickt werden, darüber hinaus bleibt aber abzuwarten, wo und wie sich der Frust Bahn bricht. Jedenfalls ist abzusehen, dass ein immenser volkswirtschaftlicher Schaden entstehen wird, wenn der Staat einerseits einen Teil seiner Steuerzahler kriminalisieren muss, andererseits aber ein Projekt durch die schiere Existenz der Gegner stets mit diesen im Hinterkopf realisiert werden muss.

Nach allem, was die Gegner erlebt haben, sollen sie nun also nicht nur einfach aufgeben, nein, ihre Offiziellen sollen noch die Absolution aussprechen, damit alles seinen ungestörten Gang nehmen kann. Das erwartet ein Unternehmen von uns, dass keinen echten Schritt auf uns zugemacht hat, zu keinen relevanten Zugeständnissen und Kompromissen bereit war, das erwarten Politiker von uns, für die es seit 15 Jahren nur darum geht, S21 egal welches Hindernis aus dem Weg zu räumen.

Gibt es sonst noch was? Soll ich vielleicht noch Herrn Grubes Füße küssen?

Dieser Text ist Teil der Serie Stuttgart 21

Auf Nichtmehr-Wiedersehen, Hauptbahnhof
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