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Dezentrale Energieversorgung

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Eingeordnet in: Gesellschaft

Wenn man über regenerative Energien spricht, fangen einige Befürworter an zu schwärmen - von dezentraler Energieversorgung. Davon, dass die grossen Energiekonzerne ihre Stellung verlieren. Was natürlich auch der Grund ist, weshalb sie derzeit die regenerativen Energien unterdrücken, denn die "Atomkonzerne" sind nur auf Profite aus und wollen daher den Traum der dezentralen Energieversorgung zunichte machen, um ihre Vormachtstellung auf ewig zu behalten.

Nun gut. Ich möchte mir an dieser Stelle eine Welt vorstellen, die von Öffentlichem Verkehr dominiert wird - es gibt kaum Individualverkehr, sondern nur Dinge wie Eisenbahn oder Busse. Die Transportleistung wird von grossen, fiesen Konzernen angeboten.
Die dortigen Bewürworter des Individualverkehrs, die den Staat dazu bringen möchten, in jeden Winkel des Landes asphaltierte Strassen für ihre "Individualtransporte" (vulgo: Auto) zu bauen, würden mir vermutlich etwas von Freiheit und der Angst der Transportkonzerne um ihr Monopol erzählen. Und ihrem Versuch, ihr Monopol zu bewahren, in dem sie "individuelle Transportlösungen" unterdrücken.

Als Bewohner einer Welt mit ausgeprägtem Individualverkehr weiss ich, dass der Markt für Automobile von einer überschaubaren Anzahl von Anbietern bestimmt wird, und die ausserdem durch Strategien wie Vertragswerkstätten und Patentschutz ihren Marktanteil zu verteidigen wissen. Anstatt von den Transportkonzernen ist der Autobesitzer in gewisser Weise von den Automobilkonzernen abhängig, die, man glaubt es kaum, ebenfalls profitorientiert handeln.

Wind- und Solarkraftanlagen müssen hergestellt, installiert und gewartet werden. Daran hängt ein gewisses Know How - die Anlage soll nicht nur Strom liefern, sondern möglichst viel, möglichst zuverlässig und zwar genau 230 V, ohne regelmässig meinen Rechner in einen übelriechenden Haufen Elektronikschrott zu verwandeln.
Auf Grund der unsteten Natur der Wind- und Solarenergie müssen noch Maßnahmen ergriffen werden, dass bei Flaute nicht das Licht ausgeht, in dem z. B. aus Regionen mit Windüberschuss Strom herangeschafft wird. Und wenn das Windrad eines morgens knirschend streikt, muss es einen Service geben. Es ist zu vermuten, dass die Firmen Wartungsverträge anbieten werden. Und wie es sich gehört, wird die Wartung durch Vertragsdienste angeboten, die Original-Ersatzteile verbauen.

Ob Atomkonzern oder Windkraftkonzern - ein Konzern wird es vermutlich sein. Die Vorteile der regenerativen Energien liegen auf der Hand, aber die Transformation der Gesellschaft hin zu einer Graswurzelanarchie gehören vermutlich nicht dazu.

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