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Gewinne vielleicht ein Auto!

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Eingeordnet in: Gesellschaft

In Bahnhöfen habe ich schon des öfteren Autos gesehen, die als Gewinn in einem Gewinnspiel angepriesen wurden. Um daran teilzunehmen muss man recht ausführliche Karten ausfüllen und abgeben - unter anderem wird die Telefonnummer erfragt.
Mein naturgemässes Mißtrauen klingelte, als ich das zum ersten Mal sah, und ich studierte eine der Karten näher. Im unvermeidlichen Kleingedruckten stand natürlich, dass man nicht nur an dem Gewinnspiel teilnimmt, sondern sich gleich noch damit einverstanden erklärt, dass die erhobenen Daten an "interessierte Unternehmen" zum "Zwecke der Marktforschung" und "Vermittlung von Konsumenteninformationen" (oder ein anderer, ähnlich sperriger Ausdruck für "Werbung") weitergegeben werden können.
Selbstverständlich kann man dann davon ausgehen, dass bald sehr viel mehr Leute zu Hause anrufen werden, um einem lauter interessante Produkte anzubieten. Eine klassische Masche also, um personenbezogene Daten zusammen mit der Erlaubnis ihrer Nutzung abzugreifen.

Leider gibt es auch in anderen, vermeintlich seriöseren Zusammenhängen ähnliche kleingedruckte Sätze, die einem dann gerade noch ein Wiederspruchsrecht einräumen. Was reichlich irrelevant ist, denn einmal in die "freie Wildbahn" entlassene Daten werden weiterverkauft und sind dann kaum mehr zurückzunehmen. Call Center identifizieren sich meiner Erfahrung nach nicht und machen es somit von vorneherein schwierig, die Herkunft der Daten zurückzuverfolgen.
Daher lese ich meine Verträge mittlerweile sehr gründlich. Weniger bedarfte Freunde gucken mich dann entsetzt an und murmeln "Gott bist Du mißtrauisch". Ja. Und ich habe schon oft erlebt, dass nicht mal mein Mißtrauen ausreicht.

Mißtrauen beherrscht mein Denken, vor allem, bevor ich bei Online-Einkäufen auf "Submit" drücke. Mittlerweile ist es so, dass mich das Mißtrauen oft übermannt und ich wieder ganz Old Economy in einen Laden gehe und Dinge so kaufe.

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