Die Flagge des Marasek

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Die richtige Strategie...

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Eingeordnet in: Weltpolitik

Die Vereinigten Staaten wollen Bagdad erneut erobern. Stadtviertel für Stadtviertel soll von Aufständischen gereinigt werden, zurück will man "Sweat-Teams" (sewage, water, electricity and trash) lassen, die eine Grundversorgung der Bevölkerung herstellen wollen.

Jetzt. Drei Jahre nach Beginn des Krieges.

Ein Freund hat mich unlängst gefragt, wie ich denn die Situation im Irak handhaben würde. Das kann ich sagen: ich würde die Zwangsrekrutierung wiedereinführen und die Truppenstärke massiv, auf mindestens eine Million erhöhen, um jeden Winkel des Landes zu garnisonieren. So hätte man das von vorneherein machen müssen. Die USA stehen davor, die gleichen Fehler wie in Vietnam zu wiederholen: sie scheuen Ausgaben sowohl in Form von Geld als auch vor allem Blut und wollen daher nicht mehr als nötig "ausgeben". Daher werden sie ihre Präsenz mal verringern, mal leicht erhöhen, und dem Feind stets die Gelegenheit geben, sich neu anzupassen.

Wie gesagt, die Präsenz hätte von vorneherein massiv sein müssen, um direkt die öffentliche Ordnung und Sicherheit aufrechterhalten zu können. Unter dem Schutz der bewaffneten Truppen hätte man die Infrastruktur schnell und effektiv wiederherstellen müssen (anstatt nur Halliburton und Dick Cheney zu füttern).
Die Masse der Menschen ist träge, auch im Irak. Ich gehe mal davon aus, dass der Durchschnittsiraker hauptsächlich den nächsten Tag und die nächsten Monate sehen möchte, am besten mit seiner Frau und seinen Kindern und einer Zukunftsperspektive. Auf diese Trägheit muss man als Invasor bauen und zeitgleich jene Elemente verfolgen, die sich der eigenen Invasion entgegenstellen.
Die USA haben diese Gelegenheit verpasst. Statt dessen haben sie die träge Masse gegen sich aufgebracht und sehen sich jetzt einer feindlichen Gesellschaft gegenüber.

Die USA führen Kriege, ohne sich als Invasoren fühlen zu wollen, und wundern sich allen ernstes, dass sie nicht von einer frenetisch jubelnden, USA-Flaggen schwenkenden Menge begrüsst werden. Ebenso sind sie nicht willens, den Preis zu zahlen - die Essenz des Krieges ist Tod, Leid und Entbehrung. Sie wollen und können ja noch nicht einmal die Möglichkeit eines Gegenschlages akzeptieren.

Es gibt noch einen Unterschied zwischen meiner Strategie und der der USA: angesichts des zu erwartenden Preises hätte ich es einfach gelassen. Aber wenn ich es getan hätte, dann wenigstens bewusst und richtig.

Dieser Text ist Teil der Serie Krieg gegen den Irak

Demokratie funktioniert
Sie tun es also doch...
Der Krieg kommt, die Kurse steigen...
Dummschwätzer!
Art imitates Life
Sieg!
Plünderungen
Unendlich die Hybris
Wenn Dummheit wehtäte...
Zum Krieg zu wenig, zum Frieden zuviel
Die richtige Strategie...

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