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Heute habe ich mir ein Bild von der Befürworterkundgebung gemacht, für S21. Ich hatte zu diesem Zweck sogar einen "Tarnbutton" der "Parkerweiterer", habe es aber nicht über mich gebracht, wirklich dort zu stehen und so zu tun, einer der ihren zu sein. Zu sehr bin ich gegen dieses Projekt, dass ich nicht einmal für 20 Minuten den Befürwortern das Gefühl geben möchte, zu ihnen zu gehören.

Moderiert hat Herr Bräuchle, der letzten Sonntag dadurch aufgefallen ist, dass er im Stadtpark ein Plakat der Gegner von den Bäumen gerissen hat. Ich habe mit dem Mann schon sachlich diskutiert, als er noch drei und wir nur 5000 Leute hatten. Viel bei rumgekommen ist nicht, bis auf "Geld kommt nach BW, durch alle Gremien gegangen und ist Zukunft" kommt bei den Befürwortern selten raus. So auch bei dieser Kundgebung.

Das wurde dann zur besten CDU-Klientelshow. Irgendein Verantwortlicher für Innere Sicherheit sprach den Polizeibeamten Lob aus, dafür, dass sie seit Wochen duldsam ertragen, von den Gegnern bespuckt, angepöbelt und angegriffen zu werden. Das entspricht nicht ganz der Wahrnehmung, die ich hatte, wonach oftmals Gegner und Polizisten am Hamburger Gitter standen und über dies und jenes geplaudert haben. Unter anderem auch darüber, dass bei der Polizei die meisten seit den letzten Kürzungen "anders" wählen.
Dann kam noch die Geschichte hoch, dass Gegner einem Befürworter einen Stein ins Gesicht geschleudert hätten, die auch durch die heutige Online-Ausgabe der StZ geisterte. Nur, dass dort wenigstens noch darauf hingewiesen wurde, dass die Polizei eine angeblich erfolgte Anzeige nicht bestätigen kann. Nun gut, das liegt dann auf dem Niveau des angeblichen Todesfalls, der lange - ZU lange - bei den Gegnern rumgeisterte.

Danach wurde über die neuen Flächen gesprochen, über die geplante Bürgerbeteiligung und den Traum von der Öko-Stadt, einem völlig CO2-neutralen Stadtteil. Bitte, wer soll das glauben, nachdem Schuster vorhat, den Gemeinderat mal wieder zu übergehen, um der ECE ihr Einkaufszentrum mit 5000 Tiefgaragenstellplätzen zuzuschustern? Ich nicht.

Weiter hielt ich es nicht aus und ging in den Park zurück. Dort wurde leider vom Ferdinand-Leitner-Steg aus der ankommende Lauf der Befürworter gestört, was auf ein doch etwas seltsames Demokratieverständnis einiger Gegner hindeutet. Ich persönlich würde mir wünschen, dass derlei Spielchen auf beiden Seiten aufhören; andererseits sind weder Gegner noch Befürworter eine homogene Gruppe, bei "uns" tauchen dafür häufig angeheiterte Gestalten auf, die den Totalabriss von Bahnhof und Park fordern.

Anyway, es wird vielleicht Zeit, sich eine neue Stadt zu suchen.

Dieser Text ist Teil der Serie Stuttgart 21

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