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Antiatomdemo

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Am 06.10.2010 war in Stuttgart - einer an Demonstrationen derzeit wahrlich nicht armen Stadt - eine Antiatomdemonstration, die als "Umzingelung des Landtags" realisiert wurde. Meine Kollegin und ich sahen es als Ehrensache, die zu verstärken, zudem wollte ich mal sehen, wie eine Demonstration abseits der S21-Proteste wohl wirken würde. Wobei es sich herausstellte, dass ohnehin gefühlte 70% einen Anti-S21-Button trugen. Es gab aber auch Befürworter, die Antiatomsticker trugen; eine seltene Situation, dass beide Seiten mal gemeinsam auf dem Platz stehen.

An Teilnehmern habe ich etwa 8000 geschätzt; 7000 waren es laut Veranstalter, 3500 hat der Veranstalter dazu genannt, um "der Polizei die Arbeit zu ersparen". Es hat jedenfalls gereicht, um recht genau die Bannmeile nachzubilden, die in Stuttgart etwas bescheuert verläuft - die Bannmeile endet an der Seitenwand der Oper, so dass es nicht möglich ist, die Lücke wirklich zu schliessen.

An dieser Demonstration wurde aber auch deutlich, was an den S21-Protesten anders ist. Die Antiatom-Demo war eine "typische" Demonstration. Die Teilnehmer hatten die typischen Transparente, die typische Dekoration, die typischen Sprüche. Alles wirkte mehr wie ein Ritual, dass dann auch irgendwann beendet war: man hat seine Meinung kundgetan, nun geht man nach Hause.

Die S21-Demos sind wilder, wütender, unorganisierter, weniger gleichförmig. Da läuft der Punk neben dem Herrn Prof. Dr. Da hebt eine Hausfrau ein DIN A4-Blatt in Klarsichtfolie hoch. Und sie sind laut, befeuert von echter Wut und Enttäuschung.

Letzlich habe ich meiner Kollegin vorgeschlagen, Stuttgart als Stadt für einen naheliegenden Rekordversuch ins Gespräch zu bringen: die Stadt mit den meisten Demonstrationen. Heute gegen S21, morgen dafür, übermorgen Pelze, dann Tiertransporte, Atom, Afghanistankrieg und so weiter...

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