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Blaue Plage

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Eine etwas unsinnige Modeerscheinung sind blaue LEDs geworden. Blaue LEDs waren lange Zeit sehr selten, mittlerweile hat man aber wohl einen Weg gefunden, sie billig herzustellen. Als Folge der langen Dürreperiode fühlt sich nun jeder dazu berufen, seine Geräte mit blauen LEDs auszustatten.

Aus ergonomischer Sicht ist das aus gleich zweierlei Gründen unsinnig:

Einerseits sind Menschen unter blauem Licht quasi blind, oder zumindest stark sehbehindert. Zum einen liegt der Anteil der für blau empfindlichen Zapfen bei gerade mal 12%, was natürlich ein stark reduziertes Auflösungsvermögen zur Folge hat. Zum anderen liegt der Brennpunkt bei kurzwelligem Licht vor der Ebene der Netzhaut, da das kurzwellige Licht stärker gebrochen wird als die längeren Lichtwellen. Bei Kameraobjektiven muss man entsprechend komplexe Anordnungen bauen, will man dies verhindern, die Evolution hat das aber nicht hervorgebracht. Normalsichtige Menschen werden also zunehmend kurzsichtig, je kürzer die Wellenlänge des Lichts wird.
Gut zu sehen ist das an blauen Lichterketten: anstelle von scharfen Punkten werden sie auf die Entfernung mehr und mehr zu flächigen, ausgefranzten Lichtkreisen. An den violetten Geldscheinprüfern ist der Effekt auf die Entfernung auch gut zu sehen.

Das zweite Problem ist die Nachtsicht. Die nachtaktiven Stäbchen haben ihr Empfindlichkeitsmaximum im Blaubereich. Fällt nachts blaues Licht in die Augen, werden sie recht stark geblendet. Vor diesem Hintergrund sollte blaue Beleuchtung in z. B. Autos völlig tabu bzw. verboten sein.

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