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Das iPad

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Eingeordnet in: Computer

Das iPad ist tatsächlich ein Gerät von Apple, das mich leicht ins Schwanken bringt. Holen oder nicht holen? Amüsanterweise hätte ich diese Frage vor drei Wochen wohl noch mit einem recht klaren Nein beantwortet, aber durch das Milestone haben sich meine Gewohnheiten bereits recht stark geändert.
Das Milestone dient mir, wie mein Handy davor, als Wecker. Gegenüber dem Vorgänger hat es aber den Vorteil, dass ich mir den mühsamen Übergang aus der Traumwelt versüßen kann, in dem ich z. B. direkt nach dem neuen Comic beiGirl Genius Online.
Oder ich lege des Abends noch ein paar Scheite in den Kamin, lass die Katze auf den Schoß springen und trolle noch gemütlich eine Runde über aktuelle Apple-Themen im Heise-Forum bei einer dampfenden Tasse heisser Schokolade.

Nun ist das Smartphone leider etwas begrenzt. Es erfüllt seinen Zweck als Smartphone, und es erfüllt ihn gut, aber um Artikel zu lesen, ist es auf Dauer doch etwas klein. Ein Pad würde diese Lücke zumindest recht gut schliessen. Nun sehe ich mich nicht so oft auf dem Sofa sitzen, als dass ich dafür 800 € auf den Tisch legen möchte. Zudem ist mir das iPad zu verschlossen und ich habe kein Interesse daran, hier daran beteiligt zu sein, ein Monopol zu zementieren.

Eine Killerapplikation des iPad sehe ich aber bei einer anderen Zielgruppe: Senioren. Ich habe unter meinen Kollegen relativ viel Hiebe kassiert für meine Aussage, dass ich einer 80jährigen keinen Rechner mehr hinstellen wollte - dies wurde mir als engstirnig ausgelegt, ich traue den Senioren nichts zu. Nun, man muss den Realitäten ins Auge sehen. Wir hatten den Fall in unserer Familie, weil meine Oma tatsächlich von diesem "Internet" begeistert war. Zusehends unbegeisterter war sie allerdings, als ihr meine Cousins einen Tower mit Röhrenmonitor in die Wohnung stellten und anfingen, Kabel durch die Gegend zu ziehen. Unsereins ist willens, das Leben umgeben von Kabeln und Geräten zu verbringen, aber wir sprechen hier von einer Generation, die die meiste Zeit ihres Lebens mit Radio, Fernseher, Telefon und Stereoanlage verbracht haben, alles relativ überschaubare Geräte. Ich kann auch über den Kabelwust in meiner Wohnung steigen, für eine ältere Person kann das eine sehr ungesunde Stolperfalle werden.
Vollends absurd wird die Idee, wenn ich mir vorstelle, wie ich meiner Grossmutter einen Vortrag über nigerianische Prinzen, Rootkits, alle möglichen Formen von Pornografie, Abofallen usw. usf. halte. Ich denke, das iPad wäre genau das, was meiner Grossmutter Spass machen würde - anschalten, benutzen.

Alles in allem bin ich der Überzeugung, dass die Pads als Geräteklasse ihre Nische schnell finden werden. Ich für meinen Teil werde wohl warten, was die unvermeidbare Flut der Alternativgeräte mit sich bringt.

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