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10 Tage Smartphone

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Nun habe ich das Motorola Milestone seit etwa 10 Tagen. Und ich muss sagen: es gefällt mir. Zum Glück. Es gibt Produkte, die kaufe ich, und ich habe dieses nagende unzufriedene Gefühl. Ich will das Produkt mögen - ich habe es ja gekauft, mich dafür entschieden - aber es macht mich nicht zufrieden. Das Milestone ist keines dieser Produkte, im Gegenteil, es gehört zu den wenigen Dingen in meinem Leben, bei denen ich ganz schnell vergessen habe, dass ich mich dafür von einer anderen schönen Sache trennen musste (Geld).

Grosse Freude bereitet mir, dass ich bereits fleissig dafür entwickeln kann. Ich stehe nicht vor einem "Enroll (99 $ per year)"-Knopf, ich musste mir keine Plattform, die ich hasse, aufsetzen, nein, ich kann mit meiner Sprache entwickeln, auf meiner Plattform, mit meinen Werkzeugen, mit meinem Wissen.
Ich lade mir Sourcecode von anderen Entwicklern runter, ich bastle daran herum, ich probiere eigene Funktionen. Ein Programm ist an einer Stelle immer abgestürzt - ich habe mir die Sache angeschaut, eine Fehlerbehandlung eingebaut und die Sache läuft stabil. In diesen Momenten freue ich mich, ein Entwickler zu sein.
Da ich mir das Gerät vor allem gekauft habe, um damit in dieser Hinsicht spielen zu können, bin ich äusserst froh, dass das gut läuft.

Aber nun zum zweiten Aspekt, dem praktischen Alltag. Ich habe es leicht belächelt, die Vorstellung, dieses Ding tatsächlich übermässig zu verwenden. Aber mit dem Gerät kam auch der Bedarf. S-Bahn verpasst, ausgerechnet in der 10 oder 15-Minuten-Taktung? Kein Problem, bei Heise vorbei schauen. Oder morgens halb verschlafen noch mal kurz bei http://www.girlgeniusonline.com/ vorbeischauen. Oder am Sonntag etwas im Bett liegen bleiben und Artikel bei SPON lesen. Oder von jemandem ein Foto machen und es seiner Freundin schicken. Die Anwendungsfälle sind tatsächlich da, es verwundert nicht, dass das iPhone so beliebt geworden ist.

Das iPad wäre eigentlich ein logischer Schritt, denn ich sehe nun, dass es durchaus einen Bedarf gibt für ein Gerät, mit dem man sich gemütlich aufs Sofa kuscheln und Flamewars bei heise führen kann, während das Feuer knistert und die heisse Schokolade neben einem dampft. Denn obwohl der Bildschirm des Milestone vergleichsweise gross ist, ist es auf Dauer doch mühsam, so zu lesen.
Was das iPad betrifft, so werde ich wohl doch standhaft bleiben und warten, wie sich der Markt entwickelt.

Abschließend möchte ich noch die Haptik des Milestone lohnen. Haptik ist für mich bekanntermaßen sehr wichtig, und das Milestone hebt sich hier eindeutig ab. Kühl und schwer liegt das Metallgehäuse in der Hand, mit glatten Flächen. Die Tastatur gleitet mit leisem klicken in ihre jeweiligen Positionen. Ich habe mich schneller an das Softkeyboard gewöhnt als gedacht, die Hardware-Tastatur ist aber dennoch eine gute Hilfe.
Zwei Dinge stören mich allerdings - ich neige dazu, zu schnell versehentlich das "Schnellsuchfeld" anzuwählen, ausserdem komme ich immer wieder an die Lautstärkeregelung. Auch könnte das USB-Kabel 10 cm länger sein, zudem stört es im Entwicklungsmodus, da es vorne auf der Seite der Tastatur eingesteckt ist. Aber nichts davon ist für mich sonderlich gravierend.

Alles in allem also ein sehr guter Kauf.

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