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Motorola Milestone

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Habe mir am 11.03. das Motorola Milestone geholt. Bei der Gelegenheit konnte ich mal wieder den Wahlspruch meiner Kollegin - "alle Telefonfirmen sind Verbrecher" - bestätigen, da der Telefonladen versuchte, mir einen recht teuren Vertrag zu dem Handy anzudrehen. Eine Informationsrunde beim T-Punkt später hatte ich mir nochmal bestätigen lassen, was ich davor schon geahnt hatte - dass man den Tarif auch wesentlich günstiger bekommt. Achso, deeeen meinten sie. Die Dame versuchte aber dennoch, meinen Vertrag vor und nach Kauf des Handys über ihren Laden verlängern zu lassen.

Ich habe dann über den T-Punkt einen 200 MB-Vertrag abgeschlossen, da ich bislang noch nicht sehe, dass ich unterwegs die ganze Zeit im Facebook rumhänge. Die Motivation für den Kauf lag ohnehin wo ganz anders begründet: ich hatte mich mal wieder über das enorme Potential der Smartphones begeistert und war dann zu dem Schluss gekommen, dass ich ja wohl in eine Technologie investieren müsse, an die ich glaube.

Mehrfach hatte ich sogar ernsthaft in Erwägung gezogen, das iPhone zu kaufen, letzlich schreckten mich hier aber die enormen Kosten. Denn ohne OS X kann man gar nicht für das Teil entwickeln, also wären hier wohl 1500 € für einen iMac fällig gewesen - um eine Plattform zu haben, mit der ich sonst nichts anfangen kann (OS X als Hauptsystem scheidet für mich recht kategorisch aus). Dazu wären die Monatskosten für das iPhone gekommen, das Zertifikat, der Knebelvertrag und weiteres - reichlich viel Geld für jemanden, der erst mal nur etwas rumspielen möchte. Hinzu kommt, dass ich ObjectiveC nicht beherrsche. Java glücklicherweise schon, ich habe mich unabhängig davon reingearbeitet. Dies fügt sich jetzt auch insofern, dass ich bislang noch nicht so sonderlich viele Anwendungsfälle für Java gefunden habe (nicht, dass es sie nicht gäbe, aber ich lebe davon, Webapplikationen zu schreiben).

Das Milestone schien mir eine gute Wahl zu sein. Hier zeigt sich der erste Vorteil von Android: man hat die Wahl. Möchte man einen grösseren Bildschirm? Eine längere Akkulebenszeit? Mehr Funktionen? Weniger Gewicht? Ein handliches Gerät? Ich entscheide. Gefällt mir nicht, was Hersteller A zusammenbaut? Habe ich nur Ärger mit dem Service von B gehabt? Ich entscheide.
Ansonsten ist Android auf den ersten Blick "done right". Und wenn ich sage, dass jemand etwas vernünftiges produziert hat, dann ist das mit die grösste Anerkennung, die ich geben kann. Ein grosser Killerfaktor von Android ist die Zugänglichkeit. Das Ding kann Java, aber nicht diesen bürokratischen Moloch von SUN, sondern eine Sprache mit Java-Syntax. Auf den ersten Blick fühlt sich das Android-Java so an, wie sich Java anfühlen sollte: nicht allzu bürokratisch, aber immer noch mit der strengen Klarheit der Sprache, ohne Durchseuchungen aus Skriptsprachen, aber eben - weil Java - auch ohne die Notwendigkeit, "Bytes verbiegen zu müssen". Das Android-Java ist letzlich das, was Java seit 15 Jahren sein sollte, wenn in SUN nicht irgendwann die Idioten und ihr "Enterprise"-Scheiss das Ruder übernommen hätten.

Ansonsten ist die Sache recht direkt. SDK runterladen, Tutorials folgen. Hatte mich am 2. Tag des Besitzes damit beschäftigt und ein Hello World auf der Maschine laufen, ohne Zertifikat, ohne Anmeldung, ohne Shop, ohne Kosten. Was will man mehr?

Und dies sind die Gründe, weshalb ich denke, dass Android Apple sehr bald mit grossen Schritten davonstiefeln wird.

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Danke
Aaron19.03.2010 11:06:28
Der Beitrag bekräftigt mich bei meiner Kaufentscheidung :) Ich spiele auch schon seit Wochen mit dem Gedanken ein "Droid" zu kaufen und bin zu den seäben Schlüssen gekommen wie du.

Giele Grüße,
Aaron