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Rehabilitation Windows 7

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Eingeordnet in: Computer

In 32bit, 64bit, 128mal Ärger habe ich ja recht stark über die Zicken von Windows 7 64bit abgelästert. Ich möchte mich an dieser Stelle in aller Form bei diesem guten Betriebssystem für die vorschnellen Anschuldigungen entschuldigen (die Softwareanbieter lasse ich noch nicht so schnell vom Haken).

Letzlich wurde ich misstrauisch, als ich auf dem für einen Kollegen organisierten Speicher "Corsair" und auf meinem "Corsair ValueSelect" stehen sah. ValueSelect klang irgendwie nicht gut, und es stellt sich heraus, dass Corsair zwei Produktlinien hat - normal und den günstigeren ValueSelect.
Nun vermute ich mal, dass ValueSelect nicht unbedingt schlecht ist, sondern dass ValueSelect diejenigen Speicherriegel umfasst, die in der Qualitätskontrolle weitere Parameterabweichungen zeigen und daher nicht in Randbereichen gefahren werden sollten (Overclocking). Nur eröffnet das eben die Möglichkeit, dass z. B. mein Mainboard ebenfalls die Parameter weiter auslegt und so Toleranz auf Toleranz trifft und gelegentliche Fehler produziert - zu wenig, um bei Memtest86+ aufzufallen, zu viele, um ein stabiles System zu haben. Seitdem ich dann den Speicher ersetzt habe, läuft die Kiste inklusive Betriebssystem brettstabil, also wirklich: brettstabil. Lieber 2 GB stabil als 4 GB unzuverlässig.

Übrigens bin ich an dieser Stelle nicht der Geizknochen gewesen: Tatsache war, dass der Laden, in dem ich meinen Speicher gekauft habe, nur ValueSelect geführt und mich nicht über die Option aufgeklärt hat. Der andere Laden - in dem ich den Speicher für den Kollegen gekauft hat - hat beide Linien geführt und mich vor die Wahl gestellt, die recht eindeutig ausgefallen ist.

Jedenfalls hat sich mal wieder gezeigt: It's the Hardware, stupid.

Wenn ich von Problemen wie Bluescreens und ähnlichem höre, tippe ich für gewöhnlich als erstes auf Hardware. Danach kommt lange nichts, dann schlecht programmierte Treiber und schliesslich erst ganz am Ende Windows selbst, da das vermutlich heute strenger geprüft wird als ein Lieferwagen, der Fort Knox verlässt.
Schadsoftware kommt auch noch ins Spiel, das hängt aber auch stark vom Nutzer ab. Bei einem frisch installierten System war ich mir jedenfalls einigermaßen sicher, dass dieser Punkt ausgeschlossen werden kann.

Angesichts dessen stellt sich mir allerdings die Frage, warum nicht mehr in Hardwaretests investiert wird. Mein ursprünglicher Verdachtskandidat war der Chipsatz, da memtest86 fehlerfrei blieb. Hier wäre eine Testsuite wünschenswert, mit der man ein System von A bis Z durchprüfen kann. Das allererste Interesse daran sollte Microsoft haben, denn ich vermute, dass die überwiegende Mehrzahl der Windows angelasteten Fehler in Wirklichkeit auf defekte Hardware zurückzuführen ist.

Als zweites sollten aber auch die Hardwarehersteller selber ein Interesse daran haben. Natürlich haben die Hardwarehersteller kein Interesse an beweisbaren Garantie- und Gewährleistungsfällen. Noch weniger Interesse können sie aber an raunendem Gemunkel über instabile Hardware in zahlreichen Internetforen haben.

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