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Hirntote Steuerung

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Eingeordnet in: Computerspiel

In der diesmonatigen "ComputerBILD Spiele" lag "Prince of Persia - The Two Thrones" bei. Die Installation lies ungutes vermuten: dieses Spiel wird am besten mit einem Analog-Controller gespielt. Genau, diese schwachsinnige Teile, bei denen man mit einem zwei Zentimeter langen Stick präzise Kurven fahren können soll und ansonsten noch 25 Knöpfe hat, um die fehlende Tastatur zu kompensieren. PoP TTT fällt also in die Kategorie "1:1-Konsolenportierung aus Zombienesien".

Ich bin ein Freund reiner Tastatursteuerungen und habe nie verstanden, weshalb man bei 3rd-Person-Spielen überhaupt etwas anderes braucht - ich halte dort schon die Maus für überflüssig, aber gewiss einen Analog-Controller. Es sei denn, man ist nur ein sturer Entwickler.

Nun gut, betrachten wir Tomb Raider 1 und 2: eine komplexe Spielsteuerung, die komplett mit der Tastatur abzuleisten war. Ebenso Gothic 1 und 2. Umgekehrt dazu die PC-Version von GTA - San Andreas, das ohne Controller quasi unspielbar ist. Warum? Weil Aktionen, die man bei Tomb Raider oder Gothic zusammenfallen lässt, auf verschiedene Tasten verteilt sind. Es gibt also beispielsweise "nach vorne schauen" und "beschleunigen". So wurde schon das erste Spiellevel - Flucht auf dem Fahrrad - zum Krampf, denn ich musste einerseits "treppeln" und andererseits die Maus schön in Fahrtrichtung halten.
Springen, klettern und an Kante hochziehen lag ebenfalls auf verschiedenen Knöpfen.

Mittelprächtig war die Steuerung von Knights of the Old Republic - The Sith Lords. Auch hier begann ich das Spiel verwirrt, denn der Roboter bewegte sich stets in Richtung der Kamera. Wenigstens konnte man das Spiel dann vernünftig spielen. Die Maussteuerung hat zwar den Vorteil, dass man an jeder Stelle des Spiels frei schauen kann. Allerdings aber auch den Nachteil, dass halt eine Hand an der Maus und eine an der Tastatur liegen muss. Das ist in KotOR weniger schlimm, weil man sowieso viel klicken muss und das Spiel recht zweidimensional verläuft (kein Klettern u. ä.).

Bei Gothic 3 nervt die Maussteuerung dann wieder, da eine Hand auf der Maus, die andere auf den Cursortasten und die dritte auf ALT liegt. Die Dritte? Genau.

Goldstandard ist für mich wie erwähnt Gothic 1, 2 oder die ursprünglichen Teile der Tomb Raider-Serie (es würde mich sehr erstaunen, wenn das mittlerweile nicht auch verhunzt worden wäre): Die Kamera ist hinter dem Spieler, und zeigt stets in Laufrichtung. Das ist, zugegeben, etwas ärgerlich, wenn man z. B. einen Hang hinaufläuft, es sei denn, die Kamera ist dann intelligent genug, um etwas zu kippen. Ebenso hat man nicht die freie Blickmöglichkeit, was aber oft durch eine Free Look-Taste kompensiert wird. Denkbar wäre hier auch, die Kamera mit der Maus frei drehen zu können und sie "zurückschnappen" zu lassen, sobald man sich wieder bewegt.

Springen und Klettern werden je nach Kontext behandelt. Damit muss man sich nicht 10 verschiedene Tasten merken für "Springen und an Kante hochziehen" oder "über flachen Absatz steigen". Das hat schlicht keinen spielerischen Mehrwert und bildet nur eine Barriere zwischen Spieler und Spielfigur. Statt dessen ist die Steuerung schnell erlernt und fällt nach kurzer Zeit gar nicht mehr auf, was es wesentlich erleichtert, in eine Spielewelt einzutauchen.

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