Die Flagge des Marasek

Dekostreifen

English

Aktuell Texte Der Comic Impressum Kalender Suche PHP-Klassen Container-Wizard main.s21

Kategorien

Buch
Computer
Computerspiele
Film
Geschichte
Gesellschaft
Idee
Kunst
Natur
Persönlich
Politik
Programmieren
Religion & Philosophie
Weblog
Weltpolitik
Weltsicht
{{login}}

PostgreSQL-Migration

Permalink
Vorheriger: MinarettverbotNächster: Hirntote Steuerung
Eingeordnet in: Computerspiel

Heute habe ich ein PostgreSQL von 8 auf 8.3 migriert. Der Ärger fängt wie üblich bei der Installation an - nach dem apt-get install postgresql muss man sich durch die pg_hba.conf und weitere durchbeissen und herausfinden, wie man das Ding jetzt ins Netzwerk bekommt und einen Benutzer anlegt und yada yada yada. Im Grunde trivial, aber eben nicht trivial, wenn man es nur alle paar Jahre macht. Unglücklicherweise schweigt sich die Migrationsanleitung zu den Details aus.

Ebenso schweigt sich die Migrationsanleitung dazu aus, dass es seit PostgreSQL 8.x nicht mehr geht, unterschiedlich enkodierte Datenbanken auf einem Server zu haben. Will heissen: das Ding hat meinen Dump zurückgewiesen, weil einige Datenbanken noch LATIN1 waren, die Locale des Servers aber auf UTF-8 gesetzt war.

BITTE WAS?!?

Nun gut, ich hatte ohnehin vor, dieses Projekt auf UTF8 zu ziehen, aber doch bitte nicht gezwungen. Bis ich das dann mal soweit rausgefuchst und die Dumps editiert habe usw. usf., waren 2 1/2 Stunden vergangen. Nicht sonderlich erleichtert wurde die Tatsache dadurch, dass ich bei jedem Restore nicht nur für jede Datenbank einzeln das Passwort eingeben musste (und ich hatte zunächst 15), sondern auch, dass die Konsole am A... war, wenn ich das mit STRG+C abgebrochen habe (er blieb im "Eingabe verstecken"-Modus).
Nun hatte ich glücklicherweise ein Wochenende Zeit, aber ich kann mir vorstellen, dass so etwas sehr viel Spass macht, wenn der Hauptserver gerade zu einem Häufchen rauchender Schlacke geschmolzen ist und man eilig ein Ersatzsystem hochziehen möchte.

Nun gut, ich hör euch schon sagen: RTFM. Darauf antworte ich: GFY. Der Punkt ist einfach, dass ich mich nicht bei jedem Projekt erst mal tief reinlesen kann, sondern mich statt dessen einfach darauf verlassen können sollte, das grundlegende Dinge entweder einfach tun, oder es einen entsprechenden Hinweis im Manual gibt, vor allem in dem Teil des Manuals, den man wohl lesen wird, wenn man migriert. Davon abgesehen bin ich einfach der naiven Auffassung, dass es für einen Datenbankserver nicht allzu schwierig sein sollte, Datenbanken mit unterschiedlichen Kodierungen zu verwalten?!

Ich würde ja sagen, MySQL, aber das massakriert seit Jahren beharrlich die Sichten bei der Migration (Lösung: keine Sichten mehr verwenden).

Dieser Text ist Teil der Serie Software, die in die Eier tritt

Spass mit Adressbüchern
Der dümmste Bug
PostgreSQL-Migration

Kommentieren

Bitte beachten: Kommentare sind nicht sofort sichtbar, sondern werden erst nach einer kurzen Prüfung freigegeben, sofern keine rechtliche Beanstandung vorliegt.
Rechtlich bedenkliche Inhalte werden entweder entschärft oder nicht veröffentlicht.

* Titel  
* Nickname  
* Kommentar