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Spass mit dem Blinden Fleck

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Das Phänomen des "Blinden Flecks" dürfte weithin bekannt sein, ansonsten kurz zusammengefasst: die Verkabelung der menschlichen Netzhaut ist etwas seltsam. Anders als zu erwarten wäre, zeigen die Sensoren der Netzhaut nicht in Richtung des Lichts, sondern auf die Rückseite der Netzhaut. Der "Anschluss" in Form von Nervenzellen ist folglich auf der dem Licht zugewandten Seite angebracht. Da diese Kabel nun irgendwo an das Gehirn angeschlossen sein müssen, gibt es in der Netzhaut ein Loch, durch die der gesammelte Kabelstrang hindurchgeleitet wird - unpraktischerweise können dort keine Lichtsensoren vorhanden sein, es gibt also ein Loch im Sichtfeld.

Das visuelle System täuscht unser bewusstes Erleben üblicherweise über diese Tatsache hinweg, und ergänzt die fehlende Information einerseits durch den Bildeindruck des anderen Auges, andererseits dadurch, dass die Informationen um den Blinden Fleck herum interpoliert werden. Dies ist nicht weiter auffällig, da diese Region ohnehin ausserhalb des winzigen Bereichs liegt, in dem wir überhaupt scharf sehen - eine weitere, intelligent vertuschte Tatsache. Vernünftig, denn so kann sich der Mensch auf Säbelzahntiger konzentrieren anstatt über die Defizite seines Gesichtssinns lamentierend gefressen zu werden.

Der Wikipedia-Artikel zum Wikipedia-Artikel bietet mehr Informationen und direkt eine Demonstration. Für den Anfang habe ich es immer als etwas schwierig empfunden, den Fleck tatsächlich zu finden, schließlich rechnet das visuelle System nach wie vor mit plötzlich auftretenden Säbelzahntigern und lässt sich daher nur ungern in die Karten schauen. Man muss oft mit dem Abstand herumspielen; wichtig ist, dass man das Bewusstsein auf das O konzentriert, aber trotzdem das Auge auf dem X lässt - schwierig, da auf Grund erwähnter Säbelzahntiger ja Auge und Bewusstsein am selben Fleck sein wollen.

Hat man den Punkt, kann man mit der Fingerspitze auf das O fahren und dieses Gliedes verlustig werden - zumindest, solange die Spitze hineinragt. Ragt sie über den Punkt hinaus, wird der unsichtbare Finger in der Mitte wieder dazugerechnet.

Ein weiteres Trainingsfeld sind beispielsweise die Icons in der Menüleiste eines Programms - wer einäugig den Blick darüber schweifen lässt, kann einzelne Icons (vor allem, wenn sie sich farblich deutlich vom Hintergrund abheben) verschwinden lassen.

Fortgeschrittene sitzen dann mit einer Augenklappe in einem Meeting und lassen die Köpfe ungeliebter Kollegen verschwinden.

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