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Windows 7

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Ich habe meinem Laptop (Samsung P55, 1 Ghz Dual Core) 4 GB RAM und Windows Ultimate beschert. Danach zwei Sicherungskopien, die bisherige Partition plattgemacht und frisch installiert.

Das Betriebssystem war relativ schnell drauf und überzeugte von der Geschwindigkeit her - das erste Mal, dass ich ein Upgrade gemacht habe, ohne mit einem langsameren System bestraft zu werden. Gut, die 4 GB helfen.
Im Nachhinein betrachtet vermute ich allerdings, dass irgend etwas mein bisheriges System ausgebremst hat, denn bei der Backup-Kopie auf die zweite Partition wurde das System unter XP sehr langsam, bis hin zu einem hakenden Mauszeiger. Vielleicht machen die 4 GB einen Unterschied, oder 7 hat bessere Treiber, oder aber die Abwesenheit der herstellerseitig installierten Tools macht sich bemerkbar. Ich hatte stets den Verdacht, dass die mitgelieferte Energiesparoption die Bedeutung von "volle Leistung" nicht kannte.

Nun gut, zum System selbst. Eigentlich sollte hier eine "the good, the bad, the ugly"-Liste hin, aber ich habe bislang noch nur wenig "bad" gefunden. Die UAC habe ich wie empfohlen auf die höchste Stufe gesetzt; manche finden sie lästig, ich finde sie gut, jedenfalls ist es sehr viel besser als XP ohne Administratorrechte. Etwas besser könnte der Zugriff auf geschützte Dateien geregelt sein; um die httpd.conf zu editieren, musste ich notepad++ mit "Als Administrator starten" ausführen, da er sie sonst nicht speichern konnte. Es mag an notepad++ liegen, dass der Speicherversuch keine UAC-Abfrage triggert.
Offenbar gibt es auch eine Sperre, die es verhindert, dass beliebige Dateien in z. B. notepad++ gezogen werden können - irritierend, für Endanwender aber vernünftig.

Ebenso irritierend, aber harmlos fand ich die Tatsache, dass Win7 mit 1xx%-Skalierung ausgeliefert wird (110 oder 125); dies skaliert Schriftarten und Icons, aber leider auch Pixelbilder von z. B. Installern, was extrem gruselig aussieht. Nun gut, noch kann ich die übliche Grösse gut erkennen.
ClearType habe ich auch gestiefelt, ich persönlich schwöre auf den Pixellook und kann die Kantenglättung von Schriften nicht ab. Zumindest nicht bei Schriften wie Courier New.
Ebenso vermisse ich das gute "Ausführen...", für z. B. "firefox -profilemanager" musste ich eine Shell öffnen, mich in das Programmverzeichnis fransen und das Programm von dort aufrufen.

Ansonsten gibt sich das System praktisch. Ein Killerfeature habe ich heute entdeckt: man kann zwei Fenster auf einem Bildschirm nebeneinander "snappen" lassen, was bei WGA extrem praktisch kommt. Denn als Windows-User bin ich es nicht gewohnt, Fenster von Hand auf eine passende Grösse zu ziehen, WGA hat aber den Vollbildmodus zusehends unpraktisch erscheinen lassen.
Die Gruppierung in der Taskleiste ist praktisch, für mich aber noch gewöhnungsbedürftig. Einerseits erspart sie das durchklicken durch 20 Fenster, andererseits verzögert sie die Arbeit mitunter. Sie ist aber auf jeden Fall besser als das "Gruppieren"-Feature von XP (das bei mir immer mit als erstes geflogen ist).

Praktisch sind auch die "Bibliotheken", erlauben sie doch, Ordner aus allen Teilen des Systems zusammenzufassen. Dank NTFSLink und Junction Points war ich da vorher schon flexibler als der Durchschnittsuser, begrüsse aber die Möglichkeit durchaus. Vielleicht kann ich mir ja diesmal die Neigung abgewöhnen, 50 Icons auf dem Desktop liegen zu haben.

Ansonsten freue ich mich über die neue Oberfläche, die zwar es zwar seit Vista gibt, auf die ich aber bislang verzichten musste. Die Anhänger von OS X können sagen was sie wollen, aber ich halte Aero für klarer und leichter. Das ganze System hat eine härtere Haptik und verschont mich mit weggeschlürften Fenstern und endlos hüpfenden Icons. Microsoft hat wirklich bewiesen, dass sie es nicht nötig haben, in irgendeiner Art und Weise Cupertino nachzueifern.

Rückblickend betrachtet möchte ich aber noch einen "Feind" rehabilitieren. Ich denke, dass Vista zu Unrecht geschmäht worden ist. Es hatte beim Start nachweislich einige Kinderkrankheiten, ja, die dann allerdings ausgebügelt worden sind. Der Ruf war dann aber schon ruiniert und alle Welt hatte sich auf Vista eingeschossen.
Windows 7 bringt nicht so viel neues, hat aber den Vorteil, dass mittlerweile mehr Hersteller begriffen haben, dass es eine UAC und andere Features gibt. Vista befand sich in der Situation des Erstgeborenen, der sich erkämpfen musste, was man dem Zweitgeborenen durchgehen lässt (ältere Geschwister werden mir beipflichten).

Dennoch, Microsoft hat seine Hausaufgaben gemacht. Und man kann gegen Microsoft sagen, was man will (und ich hätte einiges zu sagen), aber sie haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie aus Fehlern lernen und sie beheben können. Diese Nachhaltigkeit zeichnet Microsoft aus; und solange Microsoft sich diese Qualität bewahrt, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgreich bleiben.

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