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Die rote Republik

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Eingeordnet in: Politik, Weblog

Der aktuelle Titelartikel des Spiegels war mal wieder einer dieser Artikel - jene, die dann Menschen dazu bringen, den Spiegel als "neoliberales Kampfblatt" einzuordnen.
Ich selbst stufe den Artikel im wesentlichen als "Verschwendete Lebenszeit und Rohstoffe" ein, da auf n Seiten ausgebreitet wird, was kurz zusammengefasst werden kann:

Der Deutsche sehnt sich nach linker Gemütlichkeit. Daher schreitet die Sozialdemokratisierung des Landes und aller Parteien fort, ja sogar Westerwelle wird links. Das ist nicht gut, denn ausserhalb Deutschlands nimmt die wirtschaftliche Dynamik zu und wir müssen wettbewerbsfähig bleiben.

Das ist die Kernaussage, und wenn man dies liest, könnte man meinen, man habe ein Jahr aus der Geschichte transplantiert. Nämlich das bisherige Jahr der Finanzkrise. Statt dessen wird das "Gespenst der Sozialdemokratie" beschworen.

Im Artikel fällt erstaunlich oft der Begriff Vernunft, wie in "vernünftige Partei" oder "vernünftige Politik" - und diese ist nicht rot. Rot wählt das dumme, bequeme Volk, dass die wirtschaftlichen Zusammenhänge, die Notwendigkeiten und die von daher erforderlichen, vernünftigen Maßnahmen nicht verstanden hat, dass sich von linken Wahlkampfversprechen leiten lässt.

Da stellt sich mir doch die Frage, inwiefern eine Demokratie bzw. Republik noch erforderlich ist, gibt es doch eine einzig vernünftige Politik. Das engt doch den Gestaltungsspielraum ohnehin erheblich ein, wozu also das Spektakel überhaupt? Vielleicht wäre es besser, das Land dem Rat der Wirtschaftsweisen zu überlassen oder einschlägigen Unternehmensberatern. Das hätte auch den unbestreitbaren Vorteil, dass die Ausgaben für Lobbyismus sinken könnten, zumindest bei den Unternehmen, die für ihre eigenen Belange, verzeiht: die Belange des Landes sorgen.

Ich fürchte fast, dass diese Vorstellung in bestimmten Kreisen nicht wenige Anhänger finden würde.

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