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tic tac-Filter

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In vielen Supermärkten kann man günstige Lichtfilter der Marke "tic tac" kaufen, benannt nach verschiedenen Früchten. Beispielsweise heisst der orangefarbene Filter "Maracuja", warum auch immer. Eben diesen habe ich getestet und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Nachdem ich die weissen Transportpolster aus dem Inneren der Packung entfernt hatte, konnte ich den Filter direkt ausprobieren und habe das mit einer Kamera getan. Es stellte sich heraus, dass der Filter recht leistungsstark ist: der Blaukanal wird bei normaler Belichtung fast vollständig ausradiert. Beste Ergebnisse lassen sich erzielen, wenn man die einzelnen Kanäle direkt aus dem RAW extrahiert, bei üblicher Bayer-Interpolation entstehen gruseligste Artefakte. Denn natürlich geht der Algorithmus davon aus, einen sinnvollen Gehalt im Blaubereich zu finden.

Vor das Auge gehalten, zeigt der Filter ebenfalls seine Leistungsfähigkeit. Spektrales violett, blau und türkis verschwindet völlig, wie mir der Blick durch Filter und Beugungsgitter auf eine Quecksilberdampflampe gezeigt hat.

Die starke Blausperre macht sich auch bei normalen Motiven bemerkbar, allerdings anderweitig: nach kurzer Zeit entstehen im Sichtfeld violette Flecken. Dies dürfte wohl daran liegen, dass die Blaurezeptoren mangels Licht ihre Empfindlichkeit hochregeln und dann Störsignale (=Rauschen) produzieren.

Weniger deutlich ist der "Spearmint"-Filter. Dieser grünlich-türkisfarbene Filter entfernt für mich sichtbar nur recht tiefrotes Licht und dunkelt die helleren Rottöne lediglich ab. Dieser Filter kann aber recht gut dazu verwendet werden, die Weltsicht einer üblichen Digitalkamera zu veranschaulichen: unbearbeitet hat das RAW nämlich ebenfalls einen starken Verlust im Rotbereich, da der Infrarotfilter bei den mir bekannten Kameras die Rotempfindlichkeit stark begrenzt.

Übrigens habe ich gehört, dass die Transportpolster essbar sind. Kann das jemand bestätigen?

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