Die Flagge des Marasek

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Die Moslems vor den Toren Europas!

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Eingeordnet in: Gesellschaft

Zum 80. Geburtstag von Habermas wurde im Heise-Forum dieser Text verlinkt.

Ich überflog und blieb dann am Schluss hängen:

Ob sich die wachsende muslimische Bevölkerung in Europa in den nächsten Jahrzehnten dem zwanglosen Zwang des besseren Arguments unterwerfen wird?

Blick links, rechts, unten: Achse des Guten, Focus-Mitarbeiter, alles gesagt. Zu der Achse des Guten und PI mag ich mich nicht weiter äussern, nur eines sei gesagt: das Catho-artige Wiederbeschwören der moslemischen Gefahr hängt mir zum Halse heraus. Denn dies ist die nervigste Eigenschaft aller Texte nach PI-Strickmuster: dass sie sich immer wieder wiederholen und berechenbar sind. Dabei geht es viel weniger um das Thema als eben um den Mangel an geistiger Flexibilität und Kreativität; ich wollte auch keine Texte lesen, die stets mit "das bis dahin unsere Erde im Klimawandel / Atomkrieg dahingegangen ist" enden.

Aber davon abgesehen ist die Vorstellung von der moslemischen Gefahr völlig abwegig. Sie entspricht einem streng interpolierenden Denkmodell: Ein Moslem, Zwei Moslems, Vier Moslems und irgendwann hat sich die gesamte Biosphäre des Planeten in Moslems umgewandelt. Für eine derartige Entwicklung gibt es keine historische Präzedenz, alleine schon, weil sich die menschliche Geschichte bislang nicht nur auf reine Fortpflanzung beschränkt hat. Denn bis die moslemische Bevölkerung tatsächlich zu einer Gefahr wird (wenn sie es überhaupt je täte), kann viel passieren - Seuchen, Hungersnöte, Bürgerkrieg, Landung von Ausserirdischen, die Kolonisierung des Mars, weitere Säkularisierung der ganzen Gesellschaft usw. usf. Einschneidende Erlebnisse sind denkbar und in der Vergangenheit keinesfalls selten gewesen. Neue Technologien haben Gesellschaften schneller und nachhaltiger auf den Kopf gestellt als es demografische Entwicklungen je getan hätten.

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