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Tätowierer als Künstler anerkannt

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Das Sozialgericht Gelsenkirchen hat der Klage eines 40jährigen Tätowierers auf Aufnahme in die KSK stattgegeben und damit als erstes einen Tätowierer als Künstler eingestuft. Wenngleich das Gericht betont, es handle sich um eine Einzelfallerscheinung, spinne ich den Gedanken weiter und lande beim Urheberrecht.

Vor allem bekannt sein dürfte, dass Werke nur mit Einverständnis ihres Urhebers weiter verbreitet werden dürfen. Weniger bekannt sind andere Rechte des Urhebers - beispielsweise der Schutz vor der unerlaubten Veränderung. Ja, wenn ich mir als Kunde das Historiengemälde "Die Barbaren vor den Toren Stuttgarts" ins Treppenhaus malen lasse, dann darf ich das nicht ohne weiteres überstreichen oder den Barbaren zusätzliche Bärte hinmalen. Ich darf auch nicht einfach den Entwurf eines Architekten ungefragt abändern, wie die Bahn im Falle des neuen Berliner Bahnhofs schmerzlich feststellen musste.

Stellt sich mir die Frage, was ist, wenn sich "Die Barbaren vor den Toren Stuttgarts" auf meinem Rücken befindet, gestochen von dem anerkanntesten Tattoo-Künstler Deutschlands? Es könnte sich auf meinem Weg an die Spitze eines Weltkonzerns als hinderlich erweisen, so dass ich das Tattoo wieder loswerden möchte - was mich dann möglicherweise in Konflikt mit dem Urheberrecht bringt. Es wäre jedenfalls eine amüsante Verhandlung: Tattoo-Künstler versucht einen Anspruch auf Unterlassung gegen den Träger des Tattoos durchzusetzen.

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