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Die Steuergeschäfte unserer Leistungsträger

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Eingeordnet in: Gesellschaft, Politik

Ich war nicht schlecht erstaunt, als ich von der "Unpässlichkeit" des Herrn Z. las. Selbst der Spiegel gab sich sichtlich erstaunt und stellte heraus, dass noch nie ein derart hohes Tier wegen Steuerhinterziehung hochgenommen wurde. Für einen Moment fühlte sich die Welt besser an als sonst, das Versprechen, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich seien, war erfüllt.

Heute lese ich von möglichen 4 Milliarden Euro flüchtigen Kapitals sowie der Verwicklung von Prominenten und Industrieführern in diesen Skandal. Es bleibt zu hoffen, dass noch andere Namen den Weg in die Öffentlichkeit finden, die ebenso wie Z. auf meiner Liste der "weniger beliebten Personen" stehen; letzterer hatte sich bei mir mit der Tatsache unbeliebt gemacht, dass er zunächst mittels politischer Einflussnahme unliebsame Konkurrenz per Mindestlohn in Bedrängnis gebracht und sich dieses Handeln dann noch per Aktienverkauf vergolden liess.

Auf Spiegel Online muss ich mir noch Begriffe wie "Leistungsträger" und "Eliten" reinziehen, angewandt auf Leute, die offenkundig zunächst für sich Leistungsträger sind und denen anscheinend die ohnehin schon sehr hohen Gehälter noch zu gering sind, so dass sie noch die Steuer betrügen müssen. Diese Leistungsträger wissen ihr Handeln üblicherweise mit dem Verweis auf die angeblich viel zu hohen Steuern in Deutschland zu rechtfertigen; sie ignorieren dabei die Tatsache, dass sie überproportional von den staatlichen Leistungen profitieren. Denn wenn jemand Herrn Zs Auto anzündet, wird da garantiert ein Fall nach § 129a StGB draus, während die Polizei sich vermutlich nur ein müdes Lächeln abringt, sollte jemand mein Fahrrad anzünden.

Mein Glückwunsch geht an die Staatsanwaltschaft. Ich kann mir gut vorstellen, dass man als StA den ein oder anderen Anruf von alten "Studienkollegen" und "Freunden" aus einer bestimmten Partei bekommt, wenn man einen Fall dieser Dimension bearbeitet.

Interessant ist, dass in der Presse der BND als möglicher Tippgeber / Beteiligter gehandelt wird. Vorstellbar ist, dass der BND die Bank gezielt infiltriert hat. Dass dort gewonnene Erkenntnisse dann bei der Steuerfahndung landen, ist wohl ein konkreter Anwendungsfall dessen, was Angela Merkel als die "nicht mehr zeitgemässe Trennung von Innerer und Äusserer Sicherheit" genannt hat. Dummerweise haben einige Leute wohl nicht bedacht, dass diese Maßnahmen nur moslemische Terroristen oder Kinderpornografie ans Licht bringt.

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