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Peak Oil

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Eingeordnet in: Gesellschaft, Weltpolitik

Im Spiegel findet sich ein Artikel dazu, dass die Menschheit schon 40% der geschätzten weltweiten Ölvorkommen ausgepumpt hat. Weitere Felder sind zunehmend schwerer zu erschliessen. Richtig wird geschlossen, dass die Zeit des billigen Öls beendet ist. Diese Beobachtung wird anderswo als "Peak Oil" bezeichnet, das zu erwartende Fördermaximum an Erdöl, nach dem die geförderte Menge bei steigendem Bedarf absinkt, explodierende Preise zur Folge haben wird. Dies gibt mir bereits das Gefühl, dass die Situation wirklich brenzlig ist, wenn sich der Spiegel endlich bequemt, sich mit derartigen Thesen auseinanderzusetzen, die man zuvor nur in irgendwelchen Nischen gelesen hat.

Kurze Zeit später wird ein Artikel nachgeschoben, in dem den Staatsmonopolisten auf aller Welt die Schuld in die Schuhe geschoben wird, dass der Ölpreis zu hoch ist. Jenen kommunistischen Bastarden also, die wie Norwegen die Gewinne aus der Ölindustrie nicht nur einigen Grosskonzernen und ihren Shareholdern zugutekommen lassen, sondern sie in ihrem eigenen Land halten wollen. Vorgeworfen wird diesen Staatsmonopolisten, dass sie nicht genug in die Anlagen investieren, so dass die Ölfelder nicht genug von dem schwarzen Saft abwerfen und durch das mangelnde Angebot (nicht etwa Spekulanten oder die von den USA geschürten Kriegsängste im Nahen Osten oder die sich abzeichnende Inflation oder der steigende Bedarf oder die generell sinkende Produktion) die Preise hochgetrieben werden.

Das Problem ist dabei nicht nur, dass die Sicht des Spiegel einseitig und verkürzt ist, sondern auch kurzsichtig. Denn natürlich kann man die Fördermenge einer Ölquelle mit entsprechendem Aufwand erhöhen. Es ändert aber nichts daran, dass die Gesamtkapazität des Feldes begrenzt bleibt. Erhöht man jetzt also die Fördermenge, senkt das zwar den unmittelbaren Ölpreis, und erlaubt es den Verbrauchern, noch mehr Öl sinnlos in z. B. SUVs zu verfeuern. Doch ebenso werden die Ölvorräte schneller leergesaugt werden. Der Abfall der Produktionsmenge wird nur nach hinten hinausgeschoben und dann umso drastischer ausfallen.

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