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PHP programmieren

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Eingeordnet in: Programmieren

PHP gehört zu den Programmiersprachen, die gerne angegriffen werden. Irgendwie ist es wohl immer besser, ein Nischenprodukt zu bleiben; da hat man eine hündisch loyale Fanbase, während man als Massenprodukt nur angegriffen wird.

Jedenfalls führen die Leute Ruby und Python ins Feld. Oder gleich Java, weil ich für meinen Teil denke, dass J2EE ideal ist für z. B. ein Gästebuch. Ich meine, man muss doch Business Logic von der Ausgabe trennen im MCV-Schema...?

Ich habe bereits mit Java, Python und Ruby programmiert; mehr mit den ersten beiden, am meisten neben PHP mit Python. Und ich habe vor allem in Erinnerung, dass ich stets mit der Sprache kämpfen musste. In Java war ich mehr mit Tippen als mit Programmieren beschäftigt, nämlich für all die Signaturen - was gibt die Methode zurück, was frisst sie, und wenn man davon ausgehen muss, dass ein Wert int oder float sein kann, sollte man besser typecasten oder polymorphe Methoden schreiben und so weiter und so weiter.
Python wiederum ist mir auf Grund seines Einrückfetisches in Erinnerung geblieben - möglicherweise die bescheuertste Idee, die ein Entwickler je hatte. Aber hey, {} gehen nicht so schnell kaputt.

Diese Sprachen sind natürlich nicht schlecht. Java fängt im Grunde dort an, wo PHP aufhört, und ich würde nicht wagen zu sagen, man solle eine grosse Seite wie Amazon in PHP realisieren. Persönlich denke ich sogar, dass all die PHP-Browsergames da draussen in Java geschrieben sein sollten, da diese Anwendung prädestiniert ist für einen Applikationsserver. Python hat seine eigene Eleganz, und es steht auf jeden Fall auf der Liste, dass ich mich mal wieder mit der Sprache befassen werde, zumal meine Entwicklungsumgebung seit langem nicht mehr "MS Notepad" heisst.

Was aber PHP betrifft, so ist es eine Sprache, mit der ich nicht kämpfen muss. Es steht niemand hinter mir, der mir ein Paradigma aufzwingt. Ich habe in PHP eine Bandbreite realisiert von einer einfachen HTML-Seite mit ein paar Zeilen Code innerhalb von <?php ?>-Klammern, in der lediglich eine Navigation und eine Rumpf-HTML-Datei inkludiert wurden (um einfach um Frames herumzukommen). Ein Teil davon ist, angepasst, bis heute aktiv. Und ich habe manieristisches OOP-Design mit Interfaces und abstrakten Klassen geschrieben. Meine Hauptklassenbibliotheken sind streng geschrieben, mit Klassenvariablen und Methoden, deren Sichtbarkeit definiert ist und in denen Klassenvariablen nur mit Methoden bearbeitet werden können. Keine Kompromisse! Aber genauso kann ich eine schnelle, kurze Klasse, Funktion oder nur ein paar Zeilen imperativen Code zusammenschreiben und dort nachlässiger handeln, weil ich weiss, dass dieser Teil nur für ein bestimmtes Projekt relevant ist. Und niemand steht hinter mir und zwingt mir sein Paradigma auf oder hält ellenlange Vorträge darüber, dass in PHP alles ein Objekt sei.

In PHP zu programmieren, hat für mich teilweise eine ähnliche Qualität, wie diesen Text runterzuschreiben: ich habe die Idee, was ich schreiben will, dann schreibe ich ihn runter. Gelegentlich unterläuft mir ein Rechtschreibfehler oder ich schlage sicherheitshalber ein Wort nach, aber im wesentlichen ist es ein Fluss. Das Medium steht mir nicht im Weg, es drängt sich nicht auf, es passiert einfach. Ebenso steht mir PHP nicht im Weg; die Sprache erlaubt es mir, meine Vorstellung von etwas auf dem Niveau umzusetzen, dass ich für nötig erachte, ohne mich zu etwas zu zwingen. Das ist genau das, was ich von einem guten Werkzeug erwarte.

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