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Syriana

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Eingeordnet in: Film, Weltpolitik

Am Sonntag habe ich Syriana im Kino gesehen. Jetzt ist auch nachvollziehbar, wieso (und wer...) George Clooney des Verrats (an was, will ich gar nicht so genau wissen) bezichtigt wird. Die Handlung des Films ist etwas verworren. Grundsätzlich geht es um die Frage, wem ein Erdölfeld am persischen Golf und am Kaspischen Meer gehören soll - mit allem, was dazu gehört. Korrupte Politiker, gierige Firmen und der CIA, der natürlich und nur us-amerikanische Interessen durchsetzt, aber natürlich unter dem Deckmantel solch wohlklingender Organisationen wie der Iranischen Befreiungskoalition.

Gerade die Verworrenheit wurde kritisiert, und liess meinen Nebensitzer die Frage stellen, ob ich denn jetzt noch wüsste, an welcher Stelle des Puzzles wir seien. Das aber ist auch die Stärke des Films, denn er bildet die Realität ab, die üblicherweise auch verworren ist. Der Film schneidet einen Teil der Realität aus, er beginnt mittendrin und endet ebenso, und folgt dabei nicht so deutlich den narratologischen Gesetzmässigkeiten von Entwicklung und Herausforderung, Held und Antiheld. Während der übliche Hollywood-Plot mit einer richtigen Welt beginnt, in der etwas falsches passiert, was dann vom Helden wieder geradegebogen wird, um am Ende wieder die richtige Welt zu haben, ist Syrianas Welt schon vor Beginn des Handlungsauschnittes "falsch", und sie ist es nach dem Ende noch immer. Und es stellte sich zumindest bei mir das beklemmende Gefühl ein, dass dieser Ausschnitt noch geradezu harmlos ist im Vergleich zur Realität.

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