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Unendliches Wachstum

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Eingeordnet in: Weblog, Weltsicht

Vor dem Hintergrund von Börsencrashes und schwindender Rohstoffe dozieren linksgerichtete oder grüne Diskussionsteilnehmer, dass unendliches Wachstum nun mal leider nicht möglich sei und dass die Wachstumsorientierung des Kapitalismus mithin eine Sackgasse sei.
Auf den ersten Blick wirkt das plausibel, auf den zweiten aber nicht. Es ist abhängig von der Definition des Wachstums.
Reines quantitatives Wachstum ist selbstverständlich beschränkt durch begrenzte Ressourcen. Der Club of Rome der Steinzeit hätte vor den Grenzen des Wachstums gewarnt, die dort liegen, wo die Menschen keine Höhlen mehr finden und die Feuersteinvorkommen erschöpft sind und der Mensch alle Mammuts erlegt hat.

Allerdings hat der Mensch auf diese Herausforderung reagiert, in dem er Häuser gebaut, Metalle verhüttet und Ackerbau betrieben hat, was ein enormes Wachstum im Vergleich zur den Beschränkungen der Altsteinzeit ermöglicht hat.

Im Mittelalter wurde Glas hergestellt, in dem man grossflächig Wälder abgeholzt hat, um mit dem Holz die Glashütten zu befeuern und die für den Produktionsprozess erforderliche Pottasche herzustellen. Tatsächlich schwanden die europäischen Wälder rapide und es gäbe heute vermutlich keine Wälder mehr, hätten sich nicht die Technologie verbessert.

Wachstum geht nicht nur in die Breite, sondern auch in die Tiefe. Es ist letzlich nur begrenzt durch die menschliche Innovationskraft.

Allerdings möchte ich vermeiden, dass dieser Text als Manifest des Ewigen Kapitalismus angesehen wird. Wer allzusehr an das ewige Wachstum und die heilige Tugend des Unternehmergeistes glaubt, sollte sich vor Augen halten, dass die Mehrheit der heutigen Menschheit in Armut lebt und der Lebensstandard der Minderheit mit der heutigen Technologie nicht auf die Mehrheit zu übertragen wäre.

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