Die Flagge des Marasek

Dekostreifen

English

Aktuell Texte Der Comic Impressum Kalender Suche PHP-Klassen Container-Wizard main.s21

Kategorien

Buch
Computer
Computerspiele
Film
Geschichte
Gesellschaft
Idee
Kunst
Natur
Persönlich
Politik
Programmieren
Religion & Philosophie
Weblog
Weltpolitik
Weltsicht
{{login}}

Daseinsberechtigung von Content Management Systemen

Permalink
Vorheriger: Früher war alles besser (1982)Nächster: Klassen verfügbar
Eingeordnet in: Programmieren

In eine Diskussion über Typo3 habe ich mal die Frage in den Raum geworfen, wozu man überhaupt dieses oder ein vergleichbares CMS benötigt. Denn, so meine Überlegung, wieso soll ich mich in ein CMS einarbeiten, wenn ich direkt die Programmiersprache PHP lernen kann und mir dann sehr viel mehr und vor allem allgemeineres Wissen zur Verfügung steht?

Nun gut, diese Frage war etwas provokant, konnte aber nicht vernünftig beantwortet werden. Die Antwort musste ich selber suchen, und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass CMS eine kleine, sehr kleine Nische haben, und zwar die: eine sehr grosse Webseite, die von verschiedenen Parteien mit unterschiedlichen Zugriffsprivilegien gepflegt werden soll. Wichtig ist, dass die vorhandenen Daten nicht strukturierte Daten darstellen, wie etwa das Periodensystem der Elemente. Denn strukturierte Daten lassen sich sehr viel besser mit einer kleinen Eigenproduktion darstellen; zwar kann man in vielen CMS auch Erweiterungen programmieren, wenn aber der grösste Teil des CMS ungenutzt bleibt und hauptsächlich dazu dient, eine Umgebung für den Kernbereich - die strukturierten Daten - bereitzustellen, werden nur Ressourcen verschwendet.

CMS sind leider - wie so vieles andere auch - zu einem Buzzword geworden, dass gerne im Munde geführt wird. Ich sehe aber einen weitaus grösseren Bedarf in der Darstellung strukturierter Daten. Ein Hersteller will seine Produkte darstellen, ein Veranstalter seine Veranstaltungen auflisten und so weiter. CMS ersparen einem die Arbeit, diese spezifischen Aufgaben zu erledigen, nicht. Wenn ein Auftragnehmer also allzu laut den Namen eines bekannten CMS im Munde führt, sollte man hinter die Fassade blicken und sich fragen, ob man a. die oben erwähnte Nische benötigt und b. der Agentur zutraut, die klassische Programmierarbeit ausserhalb des CMS zu leisten, sollte man sie benötigen.

Kommentieren

Bitte beachten: Kommentare sind nicht sofort sichtbar, sondern werden erst nach einer kurzen Prüfung freigegeben, sofern keine rechtliche Beanstandung vorliegt.
Rechtlich bedenkliche Inhalte werden entweder entschärft oder nicht veröffentlicht.

* Titel  
* Nickname  
* Kommentar