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Eclipse II

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Eingeordnet in: Programmieren

Vor ein paar Monaten habe ich über Eclipse geschrieben, so von wegen dass es ganz nett sei, aber auf Dauer etwas nervig. Dass es mal so zum Testen etwas geeignet ist.

Ich möchte meine diesbezügliche Aussage wie folgt revidieren: Eclipse macht abhängig wie Crack.

Wesentlicher Faktor für die Abhängigkeit war es, das allzu lästige Autovervollständigen von Funktionen/Variablen zu deaktivieren. Danach fühlt sich das System fast an wie ein normaler Editor, nur mit anderen Vorteilen:

  • Ich kann direkt die Ordnerstruktur meines Projekts bearbeiten, ohne mich abseits durch den Explorer zu klicken. Ebenso bleiben mir "Möchten Sie diese Datei wirklich umbenennen?"-Meldungen von Windows erspart, wenn ich eine neue Datei als .txt anlege und dann in php umbenenne. Praktisch ist auch, dass eine neue Datei direkt zur Eingabe geöffnet wird. Auch wenn ich eine Datei umbenenne, verschiebe oder lösche, weiss Eclipse ja, was getan wurde. Ein Editor rennt dann ins Leere.
  • Das von mir mittlerweile heiss und innig geliebte UTF8 wird natürlich unterstützt. Der Zeichensatz lässt sich global, für ein Projekt und einzelne Dateien setzen, was recht praktisch ist und zusätzliche Klicks erspart.
  • Die Outline erlaubt es, direkt zu einer Funktion oder Klassenmethode zu springen. Aus ihr ist auch die Sichtbarkeit (static, protected, public, private) zu ersehen.
  • Die Formatierungshilfen fördern einen sauberen Schreibstil mit Einrückungen. Sie können gelegentlich aber auch lästig sein, wenn Eclipse Anführungsstriche doppelt erstellt, obwohl ich einen String abschliessen wollte. Wenn ich dann noch unvorsichtigerweise Enter drücke, schliesst es den String ab, fügt einen Punkt für concatenate hinzu und beginnt in der nächsten Zeile wieder mit einem Anführungsstrich. Etwas chaotisch.
  • Die Warnhinweise warnen vor unitialisierten Variablen, gelegentlich aber auch fälschlich vor angeblich nicht vorhandenen include-Pfaden.
  • Syntaxfehler werden sofort rot markiert und haben mir so manches "unexpected T_ECHO" oder ähnliches erspart. Andererseits bleibt die rote Schlangenlinie oft zeitverzögert stehen, obwohl ich einen Fehler gerade behoben habe.
  • Nützlicherweise geht Eclipse bestehende Projekte durch und markiert im Navigator Dateien, die Warnings oder sogar Fehler auslösen. Den ein oder anderen Flüchtigkeitsfehler konnte ich so noch beheben.
  • Die Integration von Apache in PHPEclipse ist in der Theorie nett, hat für mich aber keinen Vorteil, da mein Apache auf einem zweiten Rechner läuft. PHPEclipse lässt sich zwar so umbiegen, dass die Browservorschau eine Homepage auch von einem anderen Server lädt, wirklich sinnvoll habe ich dieses Feature aber noch nicht nutzen können, da PHPEclipse dann nur einen Unterteil eines Projekts aufruft, der aber eigentlich in etwas grösseres eingebunden ist und dann rein gar nichts findet (Klassen usw).

Alles in allem frage ich mich mittlerweile, wie ich so lange ohne IDE auskommen konnte; arbeite ich mit einem normalen Editor, vermisse ich mittlerweile vor allem, dass mir direkt die schliessende Klammer für einen Block gesetzt und der Cursor an die passende Stelle gerückt wird.

Was für ein Weg:

  1. MS Notepad - reiner Texteditor, damit habe ich mindestens ein Jahr PHP gemacht und davor alles, was an HTML anfiel. Wehe, man öffnet eine UNIX-Datei mit Notepad!
  2. Notetab, lange Zeit mein Liebling. Hat immerhin Einrückungen beibehalten (nicht automatisch gemacht) und Tabs gehabt. Es war letztlich die fehlende UTF8-Unterstützung, die mich zum Wechsel brachte.
  3. Notepad++ - ähnlich leichtgewichtig und schnell wie Notetab, aber mit UTF8 und immerhin Syntax-Highlighting.
  4. Eclipse

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