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Olympus SP 350

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Nach reiflicher Überlegung habe ich vor einigen Wochen die Olympus SP 350 angeschafft. Ich sah mich in einer Zwickmühle: ich wollte weder wirklich 700 € aufwärts für eine digitale Spiegelreflex ausgeben, ohne zu wissen, ob ich deren Fähigkeiten nutze, andererseits kam eine reine Consumer-Knipse für mich nicht in Frage, da ich keine Lust habe, mich nachher über pflichtbesessene Entrauschungsalgorithmen und ähnliches zu ärgern.

Wie gerufen kam die Olympus SP 350. Preislich mittlerweile bei rund 200 € gelegen, hat diese Kamera alles, was man eigentlich erst ab 500-600 € aufwärts erhält:

  • RAW. RAW zeichnet die Bilddaten so auf, wie sie der Chip gesehen hat. Der besondere Vorteil ist hierbei, dass den Bildern sowohl JPEG-Algorithmen, Entrauschung und für die Szene ungünstige Demosaicing-Verfahren erspart bleiben und sie viel besser nachbearbeitet werden könnnen.
  • Manueller Fokus - der Autofokus ist für Schnellschüsse praktisch, sein ssk ssk ssk kann mich aber zur Verzweiflung treiben, wenn alles, aber nur nicht das gewünschte Motiv scharf gestellt wird. Zudem macht der AF das Stilmittel Unschärfe nur per Tricks zugänglich. Bei der SP 350 kann man von 2cm bis 3m fokussieren.
  • Variable Belichtungszeiten - die Kamera beherrscht die bekannten PASM-Modi, in dessen M-Einstellung ein besonderes Schmankerl wartet: Belichtungszeit von 1/2000 bis 15, worauf der Bulb-Modus folgt. Bulb bedeutet, dass die Kamera solange aufnimmt, wie man den Auslöser gedrückt hält. Ein sehr netter Effekt, um aus dunkler Nacht Tag zu machen.
  • Spezielle Entrauschung - bei langen Belichtungszeiten tritt naturgemäss übles Bildrauschen auf, teilweise werden Pixel voll ausgesteuert. Allerdings gibt es einen speziellen Modus, der zwei Bilder aufnimmt und gegeneinander verrechnet. Zu diesem Zweck hatte ich mir zwar schon ein Skript geschrieben, umso besser, wenn es mir die Kamera abnimmt.
  • Blitzschuh - habe ich bislang noch nicht benötigt, für diese Klasse jedoch mehr als ungewöhnlich.
  • Echtzeit-Histogramm - ein Histogramm des Bildes kann in Echtzeit angezeigt werden, entweder als klassisches Histogramm oder im Bild selbst, indem über- und unterbelichtete Flächen eingefärbt werden.
  • Intervall-Modus - es können Bilder in Serie aufgenommen werden, etwa um Pflanzen beim Wachsen zuschauen zu können. Zur Stromversorgung kann man ein Netzteil an die Kamera anschliessen.

Natürlich kann die Kamera nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie ein Kompaktmodell mit den damit verbundenen Schwierigkeiten ist. Das Objektiv zeigt bisweilen deutliche Farbabberationen und der Sensor liefert bei ISO400 deutliches Farbrauschen. Ansonsten kann ich die Kamera jedem ambitionierten Einsteiger ans Herz legen, der kein Berufserbe ist (ansonsten Sigma D14).

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