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iTunes austricksen mit CokeFridge

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Wie Spiegel Online berichtet, soll es möglich sein, mit Hilfe des CokeFridge-Programms iTunes auszutricksen.
Im Rahmen des CokeFridge-Programms kann man in die Deckel von Coke-Produkten eingedruckte Seriennummern auf der Webseite von CokeFridge in "Coins" umwandeln. Unter anderem kann man vier solcher Coins gegen einen iTunes-Song eintauschen.
Nun sieht der Artikel ein Missbrauchspotential: einerseits werden Deckel, andererseits Coins bei Internet-Auktionshäusern versteigert. Da z. B. 1000 Deckel für 1 € Mindestgebot angeboten würden, könne man so günstig an Musik kommen.

Von einem "austricksen" kann jedoch keine Rede sein. iTunes erhält so oder so Geld, nämlich von Coke, für jeden eingelösten Code. Sicherlich werden das nicht 25 Cent pro Code sein (der eingesparte Wert aus Nutzersicht), sondern iTunes wird einen Rabatt gewähren. Beide Firmen erhoffen sich von dieser Maßnahme einen Umsatzanstieg - Cola durch den erhöhten Konsum; iTunes dadurch, dass sie neue Kunden gewinnen, denen die Codes ein Anreiz waren und die neben den Gutscheinen Musik direkt kaufen. Allerdings werden beide Firmen eine Mischkalkulation aufgemacht haben und davon ausgehen, dass nicht 100% der verfügbaren Codes eingelöst werden; wenn Codes in grösseren Mengen verkauft werden, steigt der Umsatz etwas und die Aktion wird gesamt etwas teurer.

In dem Artikel wird zudem nicht erwähnt, dass es letzlich relativ schwierig ist, die Codes einzulösen. CokeFridge ist rein Flash-basiert und erfordert bei der Anmeldung die Eingabe eines Captcha-Codes. Die Codes sind recht klein in den Deckel gedruckt, schwarz auf grauem Hintergrund. Mit meiner normalen Zimmerbeleuchtung kann ich die Codes jedenfalls nicht entziffern. Ein automatisiertes Verfahren - scannen, erkennen und eintragen - scheidet auf Grund der Sicherheitsmaßnahmen und der Flash-Realisierung fast aus. Hat man Coins gesammelt, können sie gegen maximal 5 Songs pro Gutschein eingetauscht werden, der zudem nach 2 Wochen verfällt. Wie der Artikel richtig bemerkt, können auch nur einzelne Songs bei iTunes gekauft werden und nicht etwa Alben oder Videos.

Gesehen habe ich zwei Angebotsformen: Deckel oder einen fertigen CokeFridge-Account. Die erste Variante ist sowohl unsicher als auch unbequem, denn zum einen muss man die Codes selbst eingeben (bei 1000 Deckeln hat man hoffentlich gute Augen oder eine Leselupe) und zum anderen ist nichts darüber gesagt, dass die Codes nicht schon verbraucht sind.
Ein fertiger Account verstösst aller Wahrscheinlichkeit nach gegen die AGB von CokeFridge, nach denen jede natürliche Person nur einen Account haben darf und man das Passwort geheim halten muss. Sollte Coke den Verdacht haben, dass der Account für jemand fremdes angelegt wurde, können sie den Account löschen und die Codes sind weg.

Jedenfalls halte ich es für unwahrscheinlich, dass iTunes oder Coke grössere Verluste durch den Coinhandel entstehen werden.

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