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Eclipse

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Eingeordnet in: Programmieren

Im Zuge meiner ersten Schritte mit Java habe ich mich mit einem Java-Programmierer unterhalten, der meinte, dass ich Java ohne IDE nicht sinnvoll beherrschen kann; zu umfangreich sei die Sprache.

In der Zwischenzeit habe ich mit Netbeans und Eclipse zu Gemüte geführt. Da für Eclipse auch eine PHP-Erweiterung zu haben ist, lag es natürlich nahe, mich auf diese Weise mit dem Thema IDE vertraut zu machen.

Die IDE ist definitiv praktisch, da sie viele Mausklicks und Fensterwechsel erspart. Im PHP-Modus wird ein Browserfenster gezeigt, in dem ein Skript direkt neu vom Server geladen wird, sobald es abgespeichert wurde. Das erspart den dem PHP-Entwickler vermutlich wohlbekannten Ablauf "Speichern->Mozilla->Aktualisieren->weiter editieren". Hilfreich sind auch Fehlerfindemechanismen wie Hinweise auf vergessene Klammern oder andere typische Syntaxfehler; auch vor nichtinitialisierten Variablen wird gewarnt.
Da man mit einem Projekt arbeitet, ist es auch leichter, neue Dateien hinzuzufügen, da man es direkt aus der IDE heraus machen kann und sich nicht irgendwo in die entsprechende Ordnerstruktur irgendwo im Dateisystem reinklicken muss.

Tendenziell lästig finde ich all die Automatismen, wenn beispielsweise zur Unzeit eine ellenlange Liste an Funktionen zum Auto-Ergänzen auftaucht oder wenn Anführungszeichen oder Klammern manchmal so geschlossen werden, wie ich es nicht möchte.
Hilfreich sind automatische Einrückungen, wobei man bestehenden Quelltext auch reformatieren kann. Ich finde den verwendeten Stil allerdings gewöhnungsbedürftig; ich weiss nicht, wer es übersichtlicher findet, wenn bei einer Variablenzuweisung mittels array() für jedes Element eine einzelne Zeile in Anspruch genommen wird oder warum so grosszügig mit Leerzeichen umgegangen wird, die zwischen allem, wo sie erlaubt sind, auftauchen. Ich finde den Zugriff auf eine Klassenkonstante schneller ersichtlich, wenn er mit class::constant und nicht class :: constant erfolgt. Geschmackssache.
Wenigstens verwendet Eclipse standardmäßig Tabs um einzurücken - ich HASSE blanks.

All die Funktionalität hat natürlich auch ihren Preis. In der Standardansicht gibt es einen Tunnelblick auf das Codefenster. Glücklicherweise kann man aber die anderen Teilframes der IDE entweder schliessen oder aus der IDE ziehen und als einzelnes Fenster auf den in meinem Fall glücklicherweise vorhandenen Bildschirm legen. Vor mir Code, rechts das Browserfenster - das ist wirklich optimal.
Allerdings hält sich der Nutzen der Browservorschau in Grenzen, da nur die aktuelle Datei aufgerufen wird - die aber oftmals in einen grösseren Kontext eingebunden ist. So gibt es mitunter nur eine Fehlermeldung, wenn irgendeine benötigte Funktion nicht gefunden wird.

Der zweite Nachteil ist, dass sich die IDE gemütlicher anfühlt als Notepad++. Oder anders gesagt: mit der IDE zu arbeiten fühlt sich an wie MS Word. Das System an sich arbeitet langsamer und immer wieder unterbrechen Automatisierungen den Arbeitsprozess. Persönlich fehlt mir noch ein TockTockTock von Karl Klammer: "Sie möchten eine Klasse definieren. Benötigen Sie Hilfe bei der Klassendefinierung?"
Ich bin äußerst anspruchsvoll, was Oberflächen anbelangt. Eine Oberfläche muss für mich "hart" sein, d. h. der Cursor soll mir sofort und ohne Verzögerung gehorchen. Ich empfinde es als äußerst störend, wenn ich etwas eintippe und der Bildschirm flackert erst mal, während sich irgend etwas aktualisiert.

Aus meiner Sicht sehe ich für Eclipse zwei Anwendungsbereiche: zum einen Entwürfe, zum anderen Feinarbeit. Im ersten Entwurf einer Klasse ist Eclipse praktisch dahingehend, als dass das Script direkt aufgerufen wird. In dieser Situation ist es ja noch nirgends eingebunden.
Zur Feinarbeit ist es auch geeignet, um all die typischen Flüchtigkeitsfehler wie uninitialisierte Variablen zu finden. Für die kreative Programmierarbeit an sich empfinde ich es allerdings zu störend - ich möchte ja nicht die Musen vertreiben...

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