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Die Deutschen sterben aus...

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Laut dieses Artikels, wieder einmal auf SPIEGEL Online, hat der Geburtenrückgang Deutschlands bereits gravierende Folgen, da Landstriche entvölkert werden und die Infrastruktur aus Dörfern verschwindet.

Das hört sich durchaus gravierend an, ist aber der Lauf der Dinge und in meinen Augen nicht weiter schlimm. Deutschland gehört noch immer zu den dichter besiedelten Flecken der Erde.
Zum Vergleich: Frankreich hat eine Fläche von 543.965 km² mit 60.656.178 Einwohnern, die BRD hat 357.050 km² und 82.460.000 Einwohner. Frankreichs Bevölkerungsdichte liegt bei 110 Einw/km², Deutschlands bei 231 Einw/km² - mehr als das Doppelte.
So präsentiert sich dann auch Frankreich auf der Fahrt von Stuttgart nach Paris - sowohl von der Autobahn und aus dem Zug heraus fällt der Blick auf weites, relativ leeres Land, verglichen damit, dass man in Deutschland ständig an einer Stadt vorbeifährt. Die baldige Überwucherung des Landes mit dichten Urwäldern ist also nicht zu befürchten.

Die Tendenz dürfte durch die Privatisierung einiger öffentlicher Dienstleistungen an Brisanz gewonnen haben. Die Bundespost mag noch ein dichteres, subventioniertes Filialnetz aufrecht erhalten haben, die privatisierte Post jedoch kann sich das kaum mehr leisten. Ebenso hat die Bahn ihre Leistungen gekürzt; die Telekom muss zwar nach wie vor Telefonanschlüsse bereitstellen, die breitbandigen Internetanbindungen sind auf dem Land aber rar. Darin schlägt sich der ganz simple wirtschaftliche Zusammenhang von den Synergieeffekten nieder. Eine zersplitterte Siedlungsweise ist eben sehr teuer.

Die Frage ist nun, wie man mit dieser Entwicklung umgeht. Es wäre in meinen Augen ein fataler Fehler, den Prozess mit Subventionen aufhalten zu wollen. Lieber sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man die Folgen für die betroffenen Bürger abfedern kann. Wenn man unbedingt subventionieren möchte, dann im Rahmen einer Siedlungspolitik, die neue Ballungszentren entstehen lässt und den Menschen hilft, ihren jetzigen Ort zu verlassen.
Die entstehenden "Leerräume" könnten renaturiert werden - das schafft für die verbliebenen Bewohner Erholungsgebiete und wertet die Landschaft insgesamt auf. Auch schrumpfende Städte können an Wert gewinnen, wenn Betonlandschaften Parks weichen.

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