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Was wir Frauen wirklich wünschen

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Eingeordnet in: Gesellschaft, Weblog

Letzten Sonntag habe ich tatsächlich 1,40 € in den Rachen des Springer-Konzerns geworfen und mir die Bild am Sonntag gekauft, da ich dem neusten Machwerk von Eva Herman ("Frauen sollten öfter mal den Mund halten") nicht widerstehen konnte.

Ich habe mich ja genug dazu geäußert, was ich davon halte, wenn eine Karrierefrau par excellence die Häuslichkeit und Mutterrolle für die Frau predigt. Glaubwürdig ist sie jedenfalls nicht.

Was sie in meinen Augen noch viel weniger glaubwürdig macht, ist gerade der durchschaubare Versuch, sich mehr Autorität zu verleihen, in dem sie andauernd von "wir Frauen" anstelle von "ich, Eva Herman" spricht - sie als das Sprachrohr aller Frauen.

Ein Teil meiner Kolleginnen möchte Frau Hermans Ratschläge definitiv nicht befolgen - ihren Vorschlag zum Mund halten habe ich bislang aus Sorge um meine körperliche Unversehrtheit noch nicht zum Besten gegeben. Von "wir Frauen" kann also definitiv keine Rede sein. Um überhaupt in die Nähe dieser Ausdrucksweise kommen zu dürfen, müsste Frau Herman im Grunde erst mal extensive Studien darüber betreiben, was die Frauen tatsächlich wünschen. Ihre Thesen bekämen dann etwas mehr Gehalt:

"In einer Studie wurden von mir 5728 weibliche Teilnehmer befragt (s. Tatsächliche Wünsche von Frauen, Herman et al.). 34 % der Akademikerinnen zwischen 35-45 stimmte mir zu, dass sie öfters mal den Mund halten sollen. 62% haben mich mit Fackeln, Sensen und Heugabeln über die Stadtgrenze gejagt. 4% enthielten sich, um zunächst ihren Mann zu befragen, da sie eine so gewichtige Frage nicht selbst entscheiden wollten."

Zugegeben, es wäre etwas weniger eindringlich.

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