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Duck and Cover

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Eingeordnet in: Geschichte

"Duck and Cover" ein berühmt-berüchtigter Zivilschutzfilm aus den USA und mittlerweile leicht zu finden (z. B. Google Video). Darin wird die Strategie "Duck and Cover" (Deckung und Schützen) als Mittel zum Schutz gegen einen atomaren Angriff demonstriert. "If you see the flash", so wird dem Zuschauer eingeschärft, soll er sich schnellstmöglich zu Boden werfen, am besten unter einen Tisch, hinter eine Mauer, unter die Fenster. Der Film wird hierzulande gerne belächelt und verspottet, zu naiv erscheint die Darstellung der Schildkröte, die sich angesichts einer atomaren Explosion in ihren Panzer verkriecht.

Der Film muss jedoch in seinem historischen Kontext gesehen werden. 1950, fünf Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, wurde die Atomwaffe immer noch als eine taktische Waffe angesehen, die noch realistisch eingesetzt werden konnte - das heisst, auf dem Schlachtfeld, um ein Kriegsziel zu erreichen. General MacArthur wollte den Koreakrieg immerhin mit Hilfe von Atomwaffen entscheiden.
Ein Atomkrieg wäre mit der damaligen Technologie sicherlich ein äußerst schreckliches Ereignis gewesen; da es aber damals noch nicht jenes gewaltige, gegenwärtige Nuklearpotential an Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen und Wasserstoffbomben gab, war der Atomkrieg nicht automatisch ein Synonym für die Vernichtung der Menschheit. Im Falle eines Angriffs wären sowjetische Atombomber in den Luftraum der USA eingedrungen und hätten amerikanische Städte nach konventioneller Taktik bombardiert. Es ist anzunehmen, dass ein Teil der Angreifer abgefangen und abgeschossen worden wäre.

Das akute Gefahrenpotential einer Kernwaffe liegt in ihrer gewaltigen Explosionswirkung. Die direkte thermische Strahlung - also nur die Hitze - reicht je nach Entfernung aus, um Stoffe in Brand zu setzen und Menschen zu töten oder schwer zu verletzen. Als nächstes rollt die Druckwelle der Detonation heran, die Trümmer und lose Teile mit sich führt - diese umherfliegenden Trümmer können ebenfalls tödlich sein.
Nahe des Hypozentrums der Detonation sinken die Überlebenschancen nahe Null, aber mit steigender Entfernung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, die unmittelbare Explosion zu überleben. Duck and Cover kann helfen, die Wahrscheinlichkeit weiter zu erhöhen.

Zwar mag man einwenden, dass damit das Problem des Fallouts weiterhin besteht. Das ist richtig. Aber der Fallout einer Kernwaffenexplosion wird nicht alle Einwohner einer Stadt sofort töten. Mittelfristig wird ein Teil der Menschen von der Strahlenkrankheit getötet werden; langfristig werden sich Mißbildungen und Krebserkrankungen häufen. Wie gesagt, die Verluste eines 1950 geführten Atomkrieges wären horrend, aber nicht ultimativ gewesen.

So gesehen war es genau die richtige Strategie, möglichst viele Zivilisten retten zu wollen, um den Atomkrieg als Nation zu überstehen.

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Man mag es mir nachsehen
Hadanite Marasek08.03.2012 15:04:26
Im Text geht es nicht um Israel, sondern um einen Zivilschutzfilm der USA aus den 50ern. Ich sehe es einfach nicht als relevant an, hier über Israels Politik zu diskutieren.
huiiii....
Kritiker08.03.2012 12:18:36
israelkritische Beiträge werden ignoriert... bzw. unterdrückt. Der Name ist Programm?