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Bram Stokers Dracula

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Eingeordnet in: Film

Diese Woche habe ich zusammen mit einem Freund "Bram Stokers Dracula" gesehen. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht und mich meine Schwester noch 15-jährig erfolgreich in den Film geschmuggelt hat, müsste er 14 Jahre alt sein.

Primär hat mich der Film von der Technik her interessiert - wie sind Schnitt, Kameraführung, Soundtrack, Soundeffekte, Spezialeffekte. Dracula ist bereits einer der "modernen" Filme; als solche sehe ich aufwändig produzierte Hollywoodfilme an, die von vorneherein als Blockbuster ausgelegt sind und Teil einer ganzen Marketingmaschinerie sind. Der Trend, der in den Neunzigern begann, setzt darauf, dass nicht nur Kinokarten, sondern auch der Soundtrack, Plakate, "music inspired by", Bücher, DVDs und knuffige Sympathieträger verkauft werden. Diesen Filmen ist üblicherweise zu eigen, dass sie handwerklich von hoher Qualität sind.

Dracula jedenfalls ist noch vor der Zeit entstanden, in der computergenerierte Effekte mit der heutigen Selbstverständlichkeit angewendet werden konnten. Hinzu kommt, dass der Film komplett im Studio entstanden ist. Dies ist an sich nicht ungewöhnlich - Sleepy Hollow beispielsweise auch - nur muss man sich vor Augen halten, dass man damals nicht wie in Sleepy Hollow einen passenden Hintergrund "rendern" oder die Studiodecke überstempeln konnte.
Im Film kommen dann auch deutlich sichtbar klassische Techniken wie Matte Paintings oder Modelle zum Einsatz. Wenn Graf Draculs Augen im Sturm auf Mina schauen, dann sind die Augen optisch analog und nicht etwa digital kopiert.

Was mir aber sehr viel mehr an älteren Filmen auffällt ist, dass es noch nicht die massive digitale Nachbearbeitung des Materials gab. Die Farben wirken im Vergleich zu heutigen Filmen relativ einfach und es ist immer wieder deutlich zu sehen, was Kulisse ist und was nicht. Das ist, neben der Allgegenwart der Computereffekte die vielleicht deutlichste Veränderung: in heutigen Filmen werden Szenen auch in der Nachbearbeitung massiv manipuliert. Sind in einer Szene die Farben etwas zu undeutlich, wird der Kontrast angehoben. Einzelne Schauspieler werden hervorgehoben, Bereiche unscharf gemacht. Was der Kinogänger zu Gesicht bekommt, ist längst keine Realität mehr, selbst wenn vor realen Hintergründen gedreht wurde. Natürlich ist auch davon auszugehen, dass die Schauspieler entsprechende Nachbearbeitungen erfahren, sollten sie beispielsweise unter ähnlichen Hautproblemen wie pubertierende Jugendliche leiden.

Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass bei Nachrichtenbildern mittlerweile massiv manipuliert wird. Drei Raketen der Hizbollah wirken eben mehr als nur eine. Schon am 11. September 2001 war es Thema eines von mir besuchten Stammtisches, dass die Explosionen und der Einsturz des WTCs vergleichsweise banal aussahen.

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