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Der IBM-PC

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Eingeordnet in: Computer

Heute wird der PC, oder wie die Minderheiten verlangen, "IBM-kompatible PC", 25 Jahre alt. Diese Kiste wurde im Laufe ihres Lebens oft geschmäht und noch öfters totgesagt, bereits vor 10 Jahren sollte ihr der mittlerweile vergessene Netzcomputer von SUN den Garaus machen. Heute werden all die überlegenen Plattformen angeführt, die damals schon GUIs hatten - doch sie sind fast alle in Vergessenheit geraten.

Die Käufer haben alle anderen Plattformen mit der Zeit ignoriert und in den Abgrund geschickt. Als weitere Demütigung haben Linux und x86 noch begonnen, den Grössen der Serverindustrie das Wasser abzugraben.

Natürlich war der PC faktisch gesehen eine miserable Kiste. Aber die Plattform hat einen Vorteil gehabt: sie war offen. Der Erfolg kam nicht durch IBM zustande, sondern durch den enorm diversifizierten Hardwaremarkt, der sich um den PC entwickelt hat.

Mein erster Computer war ein C64, mit Commodore-Monitor, Commodore-Drucker und Commodore-Laufwerk. Der Amiga und der Atari waren ähnlich gelagert. Betriebssystem und Hardware kamen von einem Hersteller, der den Kunden fortan fest im Griff hatte. Apple bequemte sich zwischendurch immerhin, eine standardisierte SCSI-Schnittstelle den sonst proprietären Ausgängen hinzuzufügen. Bis zum nachhaltigen Erfolg des PC war es jedoch unvermeidlich, Geld in grösserem Maß zu einem Hersteller zu tragen, der sich im schlimmsten Fall hauptsächlich für seinen Monopolstatus bezahlen lassen konnte. Wenn es dem Herrn der Hardware genehm erschien, veränderte er einfach die Schnittstellen mit einem neuen Modell und schon war nachkaufen angesagt.

Apple ist im Endbenutzersegment die letzte Firma, die das Sterben überlebt hat, in meinen Augen vor allem dadurch, dass Jobs von den Sonderwegen weggegangen ist und drastisch auf offene Schnittstellen gesetzt hat - USB, Firewire, DVI, PCI, IDE. Schon in meinem G3 funktionierte ohne weiteres eine Realtek-Netzwerkkarte, und an meinen mac mini kann ich bis hin zur IBM/AT-Tastatur alles anschliessen, wofür das Betriebssystem Treiber bietet. Jetzt, da Apple ebenfalls Intel-Prozessoren verwendet, besteht kaum ein wesentlicher Unterschied mehr zwischen einem handelsüblichen PC und einem Macintosh. Streng genommen hat der PC den Mac immerhin ideell getötet. Insofern: auf weitere erfolgreiche 25 Jahre!

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