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Was auch immer die Zukunft bringt

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Unter der Maßgabe, dass sich die Zukunft eher in Richtug Star Wars, Star Trek, Known Space oder Telton anstelle von Mad Max oder ähnlichem entwickeln wird, sehe ich am Horizont Probleme für Bastleringenieure und Hacker aufziehen.

Der übermenschlich talentierte Chefingenieur, der mal eben mit ein wenig Kaugummi und ein paar Heftklammern den Warpantrieb repariert, gehört zum festen Inventar der "chaotischeren" Science Fiction-Serien. Auch in Star Trek gab es neben dem herkömmlich ausgebildeten Geordi LaForge immer noch scheinbare Autodidakten, denen vor allem ihr Talent bei der Reparatur ihres umgebauten und aufgewerteten Frachters half.
In Star Wars fliegt Anakin Skywalker einen modifizierten Raumjäger und Han Solo ist in Episode V hauptsächlich damit beschäftigt, den Rasenden Falken vor dem Auseinanderfallen zu bewahren.

Es ist aber heute kaum mehr möglich, etwas selbst an einem zeitgenössischen Auto zu machen, statt dessen wird die Fahrt zur Vertragswerkstätte Pflicht. Dies hängt zum einen mit der Politik der Hersteller zusammen, immer komplexere und vor allem elektronische Autos zu bauen als auch mit der Unkenntnis der Besitzer. Es ist schwer vorstellbar, dass ein Raumschiff wesentlich einfacher zu handhaben ist als ein Auto.
Elektronik ist das entscheidende Problem, sowohl an Autos als auch an anderen Geräten. Wesentliche Funktionen sitzen mitunter in Integrierten Schaltkreisen, die man dann eigentlich nur austauschen kann, sollten sie defekt sein. Auch der talentierteste Chefingenieur sollte unfähig sein, Reperaturen im Nanometerbereich vorzunehmen.

Ebenfalls eingehen werden vermutlich auch, und diese Entwicklung sehe ich schon in der nahen Zukunft, die Hacker. In Timothy Zahns Fortsetzung von Star Wars trat in irgendeinem Buch ein jugendlicher Hacker auf, der angeblich den Code des Imperiums geknackt hat, der für die Kommunikation im Zuge der Konstruktion des Todessterns benutzt wurde. Ebenso einfach fängt die Rebellenallianz in der Hintergrundgeschichte zu X-Wing die Kommunikation der Todessternpläne ab und entschlüsselt sie.
Fakt ist allerdings, das es bereits in der Gegenwart Verschlüsselungen gibt, die, richtig eingesetzt, durch Brute Force nicht zu knacken sind. Für das besondere Maß an Sicherheit gibt es One-Time-Pad, dass mathematisch beweisbar nicht zu knacken ist. Die gängigen Verschlüsselungsverfahren sind jedoch so sicher, dass Angriffe auf das Umfeld (Einbruch in meine Wohnung mit Installation eines Keyloggers, Korrumpierung von Kommunikationspartnern) erfolgversprechender sind als ein Angriff auf die Nachrichtenübermittlung. Jedenfalls kann nur eine mächtige Instanz (Geheimdienst, Polizei) überhaupt in diese Verlegenheit kommen, wohingegen mir die Verschlüsselung der CIA wohl gänzlich verschlossen bleiben wird, da ich nicht in Langley einbrechen kann.
In Filmen werden Hacker sowieso gerne als Figuren präsentiert, die mit einem "Password"-Eingabefeld konfrontiert werden und dann wild alles durchprobieren, bis sie irgendwann im richtigen Moment die Kombination haben. Besonders dämlich gewählte Passwörter können in der Tat Einfallstore sein, meistens werden aber Sicherheitslücken in Hard- und Software ausgenutzt.
Gegenwärtige Systeme sind teilweise von vorneherein sehr unsicher, oder werden unsicher eingestellt, oder die Sicherheitsmechanismen sind unzureichend implementiert. Eine gewisse Mitschuld sehe ich in schnellen Produktzyklen, in denen halbfertige Software auf den Markt geworfen wird; oder alternativ im Open Source Bereich, dass es bei manchen Projekten keine ausreichenden Richtlinien zu geben scheint, nach denen programmiert und geprüft wird.
Sichere Software ist aber durchaus machbar, wie Dan Bernstein bislang unwiderlegt gezeigt hat.
Da das Mooresche Gesetz irgendwann mit der Physik in Konflikt kommen wird, ist vielleicht einmal in der Zukunft eine Konsolidierung der IT zu erwarten. Sichere Systeme kombiniert mit hardwareseitigen Mechanismen (Trusted Computing) könnten dann die Hürde sehr hoch ansetzen.

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