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Privatisierung

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Eingeordnet in: Politik

Geschichten wie diese von dieser Firma bewegen mich dazu, nicht an den Erfolg von Privatisierungen zu glauben, schon gar nicht von monopolisierten Infrastrukturleistungen.

Angeblich wollte die Eiserne Maggie Kapital zur Sanierung des Londoner (Ab)Wassernetzes mobilisieren - für mich hört sich die Aktion allerdings so an, als wollte sie das Problem in erster Linie mal jemand anderes aufs Auge drücken als dem Staat. So kann der seine Hände in der Brühe waschen und alles auf eine Firma schieben.
Firmen wollen in erster Linie Profite machen. Besteht Konkurrenz, benehmen sie sich einigermaßen anständig, weil nette Firmen mit besseren Produkten unter Umständen mehr Profite machen als andere. Haben sie aber ein Monopol, ist diese Vorgehensweise nur profitmindernd, darum wird sie kaum mehr angewendet. Wozu auch? Die Londoner brauchen so oder so Wasser, egal wieviel es kostet oder ob ein Grossteil davon ungenutzt als Folge von maroden Leitungen versickert. Manager und Aktieninhaber wollen schliesslich ihr Auskommen haben.

Die Gegner staatlicher Infrastrukturen werfen dem Staat vor, ineffizient und unflexibel zu sein; der Bürger zahlt also mehr, als er müsste. Privatisierungen haben aber oft Preiserhöhungen ergeben - anstelle der Bürokratie müssen eben die Profite finanziert werden - bei sich gleichzeitig verschlechternder Leistung, weil die Unternehmen an den Investitionen sparen.

Privatisierungen in ein Monopol hinein - so geschehen in Deutschland mit der Bahn, der Telekom, den Stromkonzernen - ersticken von vorneherein jeden Wettbewerb. Am Ende erfordern derartige Privatisierungen nur umfangreiche Regulierungen, so dass der Bürger in dreifacher Hinsicht zahlt - für die Regulierungsbürokratie, für die Profite und indirekt durch die oftmals verschlechterte Leistung.

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