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Warme Flüsse & gesteuerter Stromverbrauch

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Der Neckar wird von einer Vielzahl von Atom- und Kohlekraftwerken zuverlässig aufgewärmt, die das Wasser für ihre Kühltürme benötigen. Bei 28 Grad ist üblicherweise Schluss, dann müssen die Kraftwerke auf Grund von Umweltschutzbestimmungen in ihrer Leistung gedrosselt werden. Je wärmer das Wasser wird, desto weniger Sauerstoff kann darin gelöst sein - im Zweifel tödlich für die Fische.

28 Grad sind, für ein natürliches Fließgewässer in gemäßigten Breiten, eine Menge. Jedenfalls vermutlich genug, um bequem darin zu schwimmen, wenn man denn freiwillig in einem Fluß schwimmen möchte.
Für derartig warmes Wasser fallen mir direkt einige Zwecke ein: man könnte beispielsweise ein ufernahes Freibad bauen und die Wärme mittels Tauschern abzapfen. Da der Neckar auch im Winter eine anständige Temperatur haben soll, könnte sich der Fluss auch als Medium für eine Wärmepumpe anbieten. In einer noch grösser angelegten Dimension könnte man erwärmtes Wasser isoliert unterirdisch speichern, um es im Winter zu nutzen.

Wie dem auch sei, die drohende Abschaltung von Kraftwerken offenbart einen Fehler im Strommarkt. Sollte beispielsweise Neckarwestheim ausfallen, muss die EnBW den Strom von woanders her nehmen, d. h. im Zweifel teuer zukaufen. Vor dem Hintergrund kann der Konzern nur darum bitten, Strom zu sparen, da der Kunde ja seinen Festpreis hat. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Überlastung des Netzes und grossflächigen Ausfällen kommen.

Was noch fehlt sind dynamische Preise und intelligente Endgeräte; beides wird in der Zukunft sicher zu sehen sein. Viele Verbraucher - gerade Großverbraucher wie Trockner, Bügeleisen, Staubsauger, Klimaanlage - haben im Endeffekt eine niedrige Priorität. Bügeln kann ich auch später noch, aber jetzt einen Stromausfall zu erleiden würde meinen noch ungesicherten Text zerstören.
Es wäre sinnvoll, würde der Stromanbieter seine Preise der tatsächlichen Marktsituation anpassen. Intelligente Endgeräte könnte man dann so einstellen, dass sie - abhängig von der Preissituation - laufen oder nicht. Damit könnten auch die Spitzenlastzeiten entzerrt werden, die die Stromkonzerne zu teuren Investitionen zwingen, um eine Ausfallsicherheit des Netzes zu garantieren.

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