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Russland

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Eingeordnet in: Weltpolitik

Im aktuellen Spiegel (28/2006) wird leicht argwöhnisch die Rückkehr Russlands zur Weltmacht betrachtet. So recht scheinen sie es nicht verdient zu haben, lautet für mich der Tenor des Artikels.

Dabei sprechen wir hier vom flächenmässig grössten Staat der Erde, reich an Rohstoffen und Industrie, der Rechtsnachfolger der UdSSR, die noch vor 20 Jahren ein Gegengewicht zu den USA darstellte - eine der beiden Supermächte des Kalten Krieges. Russland ist nicht nur irgendeine Bananenrepublik mit drei veralteten Panzern, die jetzt ein Erdgasfeld uner dem Gemüsegarten entdeckt hat.

Der Westen wirft Russland Mängel bei den Menschenrechten und der Demokratie vor, das übliche halt. Muss das Russland interessieren? Das ist eine souveräne Nation, zudem noch eine, die sich nicht per Polizeiaktion mal eben befrieden lässt. Auch keine mehr, die wie in den neunziger Jahren von der Gnade der Investoren abhängig ist. Freiheit, dass heisst im Westen leider zu oft Freiheit, die Rohstoffe eines Landes billig zum eigenen Gewinn auszubeuten. Doch Russland hat besseres verdient, als Spielball des Westens zu sein.

Ich will nicht falsch verstanden werden. Ich finde keineswegs alle Handlungen Putins gut. Ich sehe in ihm allerdings den zielstrebigeren, pragmatischen Politiker. Er erledigt sein schmutziges Geschäft und belässt es dabei; amerikanische Präsidenten wollen einem üblicherweise noch dazu verkaufen, wieso das dann im Interesse der Menschheit und der Galaxis war.
Ich sehe es jedoch als notwendig an, Russland ernst zu nehmen. Die EU ist abhängig von Russland wie Russland von der EU. Beiden kann nur an einem guten Verhältnis gelegen sein, schliesslich wohnen sie quasi Tür an Tür. Ich muss meine Nachbarn nicht unbedingt mögen, aber ich sollte ihnen zumindest Respekt entgegenbringen.

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