Die Flagge des Marasek

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Ave Maria

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Eingeordnet in: Gesellschaft, Religion und Philosophie

Das sind Geschichten, die in den USA geschrieben werden: ein erfolgreicher Unternehmer findet zu Gott, bekehrt sich und stellt sein titanisches Vermögen in den Dienst der Mission. So ist es geschehen mit Thomas S. Monaghan, der jetzt von seinen Milliarden seine eigene Stadt, genannt Ave Maria, bauen möchte. Dort sollen gute alte christlich-katholische Werte gelten, d. h. das übliche von keine Verhütung, keine Abtreibung und ganz bestimmt keine Homosexuellen.

Es gibt bereits Anfragen, die Sehnsucht nach einem sündenfreien Leben ist gross. Es ist allerdings auch abzusehen, dass die Stadt ein Paradies der weissen, gehobenen Mittelschicht sein wird. Man ist dann unter sich, in vielerlei Hinsicht.

Persönlich stehe ich derlei Projekten positiv gegenüber. Nicht, dass ich je in einer Stadt voller Katholiken wohnen wollte (obwohl es da hinter der Fassade vermutlich heisser zugeht als überall sonst), aber der Gedanke an meine eigene Stadt, Marapolis, ist verlockend genug als das ich anderen diesen Spaß gönne. Solange ich in Ruhe gelassen werde, soll doch jeder so leben wie es ihm sein spinnertes Köpfchen befiehlt.

Zumal das Projekt substanziell vermutlich sowieso scheitern wird. Auch Katholiken haben einen Körper mit gewissen Bedürfnissen. Und dort wo es Menschen gibt, gibt es vermutlich bald auch eingeschmuggelte Kondome und Pornohefte. Für Abtreibungen kann man in eine andere Stadt fahren. So bleibt am Ende vermutlich nur ein Reichenparadies übrig mit dem Dünkel der dämlichen Bewohner, besser als der "verkommene Rest" zu sein.

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