Die Flagge des Marasek

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Was für ein Spiel

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Das Spiel Argentinien vs. Deutschland war sicherlich eines der härtesten der Weltmeisterschaft. Zunächst einmal für mich, da ich mir ein Plätzchen suchen musste, um das Spiel zu sehen - ich war im Schlossgarten verabredet, da war aber schon alles dicht. Da der Freund aber im Stau festhing und sicherheitshalber den Rückzug antrat, war ich auf mich alleine gestellt. Nachdem ich eine Kollegin getroffen und mich ihr unverschämterweise angeschlossen hatte, gab ich einen Stehplatz in der knallenden Sonne doch auf und ging ins Bosch-Areal. Eine gute Wahl, denn 120 Minuten hätte ich das nicht ausgehalten.
Vor dem Mash war eine Leinwand aufgebaut, bei der natürlich auch alles dicht war. Der Innenraum war aber recht leer, dort fand ich bequem einen Sitzplatz. Das war sowieso sehr viel besser als ein Stehplatz im Gedränge und der Sonne.

Jedenfalls, das Spiel - in der ersten Halbzeit waren meiner Ansicht nach die Argentinier stärker, wenngleich auch nicht viel. Jedenfalls sind sie sehr erfolgreich in viele Pässe reingesprungen und haben nie die anderen Kinder mit dem Ball spielen lassen wollen. Die Deutschen haben ihnen allerdings wenig Möglichkeiten gegeben, ihre Balldominanz zu irgend was sinnvollem zu nutzen.

Das Tor der Argentinier in der zweiten Halbzeit fiel dann auch durch eine Standardsituation (Eckball). Genau wie die Freistösse waren das die gefährlichsten und spannendsten Momente des Spiels, da ansonsten im wesentlichen zwischen zwei effektiven Abwehren hin- und hergespielt wurde.
Die Argentinier wechselten daraufhin ihren Stürmer aus und machten sich daran, mit defensivem Spiel das 1:0 mit ins Halbfinale zu nehmen - eine Entscheidung, die jetzt wohl einigen Ärger verursachen wird. Die Rechnung ging auch auf, an den Argentiniern war kein vorbeikommen, bis Klose schliesslich - TOOR TOOR TOOR!!! JA JA JA!!! - ausglich.
Das brachte der Mannschaft und den Fans noch einmal einen kräftigen Schub.

In der Verlängerung gewann das Spiel in meinen Augen noch mal an Qualität und Geschwindigkeit - aber was kann ich das ermessen, der sich wichtige Regeln von Kolleginnen erklären lassen oder sich in der Wikipedia anlesen muss. Dennoch blieb es bei 1:1 - was meinen Nerven leicht zugute kam, denn im folgenden Elfmeter ist die Spannung kurz und komprimiert. Ein Tor in der 32. Minute der Nachspielzeit hätte mich hingegen vermutlich umgebracht.

Schliesslich Elfmeter - Neuville versenkt den ersten Ball, Ballack den zweiten, dann "Poldi". Schliesslich Borowski, der Ball fliegt auf das Tor zu, das Netz wackelt, die Menge gellt auf, Fahnen schnellen in die Höhe, keiner bleibt mehr sitzen, alles stürmt nach draussen, feiert, jubelt, singt. Die fünf Argentinier schütteln uns die Hand, anders als auf dem Platz gibt es keine Rangeleien. Gut gewonnen, gut verloren, gut gespielt.

Dieser Text ist Teil der Serie WM 2006

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