Die Flagge des Marasek

Dekostreifen

English

Aktuell Texte Der Comic Impressum Kalender Suche PHP-Klassen Container-Wizard main.s21

Kategorien

Buch
Computer
Computerspiele
Film
Geschichte
Gesellschaft
Idee
Kunst
Natur
Persönlich
Politik
Programmieren
Religion & Philosophie
Weblog
Weltpolitik
Weltsicht
{{login}}

"Das Ende der Toleranz"

Permalink
Vorheriger: Fussball by ProxyNächster: Vegetarismus und Veganismus
Eingeordnet in: Gesellschaft, Weblog

Der Titel des nächsten SPIEGELs lautet, bezogen auf Raucher, "Das Ende der Toleranz". Das sehe ich ähnlich. Die Raucher fordern von den Nichtrauchern Toleranz ein - ihre Grundlage kann ich aber nicht erkennen. Rauchen schadet nicht nur ihnen, sondern auch mir. Dass sich die Gesellschaft dem Diktat der Raucher beugt - und das tut sie, in Form von öffentlichen Aschenbechern und Raucherzonen - ist aus meiner Sicht sowieso ein Unding. Gibt es in Zügen etwa auch Sauf-, Gröhl- und Kotzabteile für die Alkoholiker?

Umweltverschmutzung

Wenn Menschen in der Öffentlichkeit rauchen, ist mir das reichlich gleich; das bisschen Zigarettenrauch wird mich auch nicht mehr umbringen, wenn ich direkt an einer vierspurigen Einfallsstrasse entlang laufe. Die mir bekannten Raucher zeigen oft aber wenig Skrupel, ihre Asche und Kippen in den "Aschenbecher, der niemals voll wird", zu entsorgen - Kommentar eines Rauchers: "Ich zahl ja schliesslich Steuern". Es ist für viele anscheinend nichts dabei, brennende Zigarettenkippen in voller Fahrt aus dem Autofenster zu entsorgen oder den lästigen Ampelhalt mit der nützlichen Entleerung des Aschenbechers auf die Strasse zu kombinieren.

Luftverschmutzung

Was mir unter freiem Himmel egal ist, ist in geschlossenen Räumen umso störender: der Zigarettenrauch. An der Uni beispielsweise gab es in der Cafeteria den Raucher- und den Nichtraucherbereich - woran sich aber weder der Rauch, noch die Raucher gehalten haben. Den allgemeinen Vorschriften der Universität zufolge hätte der ganze restliche Bereich rauchfrei bleiben müssen, was aber niemanden interessiert hat. Da vor den Hörsälen praktische Aschenbecher angebracht waren, musste man sich bei Betreten und Verlassen des Saals jeweils durch eine Rauchwolke kämpfen.
Restaurants oder gar Discos sind ja sowieso fest in der Hand der Raucher. Freiwillig rauchfreie Restaurants sind nicht die Lösung, denn in einer Gruppe findet sich dann immer jemand der quengelt, dass man da nicht rauchen kann. Während ich dann noch esse, greift derjenige dann zu den Zigaretten und stellt die eigentlich rhetorisch gemeinte Frage, ob es stört. Bejahe ich es, werde ich unter Umständen noch blöd angeschaut.

Suchtverhalten

Was mich bei den meisten rauchenden Freunden oder Bekannten stört, ist das "harte" Suchtverhalten. Selbst moderate Raucher richten scheinbar ihr ganzes Leben an dem nächsten Glimmstengel aus - "nee, hier kann man nicht rauchen". Wenn jemand nicht mit mir wohin gehen wollte, weil man da keinen Alkohol trinken kann oder wenn jemand ganz unbedingt ein Bier bräuchte, würde ich vermutlich die Stirn runzeln; für Raucher ist es oft undenkbar, für eine längere Zeit ohne Zigarette zu sein. Meiner Erfahrung nach zeigen die meisten Raucher ein wirklich hartes Suchtverhalten in dem Sinne, dass sie Entzug nicht tolerieren. Deswegen auch die üblicherweise aggressive Reaktion auf Einschränkungen, was dann als "Bevormundung" oder "Intoleranz" verklausuliert wird.

Dieser Text ist Teil der Serie Raucher

"Das Ende der Toleranz"
Reaktionen der Raucher

Kommentieren

Bitte beachten: Kommentare sind nicht sofort sichtbar, sondern werden erst nach einer kurzen Prüfung freigegeben, sofern keine rechtliche Beanstandung vorliegt.
Rechtlich bedenkliche Inhalte werden entweder entschärft oder nicht veröffentlicht.

* Titel  
* Nickname  
* Kommentar