Die Flagge des Marasek

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Operation gelungen, Patient tot

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Eingeordnet in: Politik

Die Wahl ist gelaufen, gewonnen hat niemand und alle. Schröder war am Ende doch nicht so schnell erledigt, was viele Kommentatoren wohl an den Spruch vom Bären und dem Fell erinnern sollte. Merkel hat es nicht geschafft - die CDU erscheint mir wie eine Favoritenfußballmannschaft, die ein notorisches Elfmeterproblem hat. Der 18. 9. war kein schöner Tag, um CDU-Wähler zu sein, ich wäre an der Decke gehangen.
Dass der "Junggeselle aus Köln" abgeräumt hat, freut mich irgendwie. Nicht, dass ich die FDP gewählt hätte, aber es ist nicht schlecht, eine stärkere FDP zu haben, weil die aus meiner Sicht zur Zeit die einzigen sind, die sich verstärkt für Bürgerrechte und gegen Überwachung einsetzen. Die anderen sind ja alle vor dem "Kampf gegen den Terror" eingeknickt.
Die Linke hat die gefühlte Unzufriedenheit des Volkes nicht sonderlich gut in raschelnde Wahlzettel umwandeln können. Pech gehabt...

Kommentatoren aller Seiten sehen sich als Sieger und unterstellt den jeweiligen Gegnern, die eigene Siegerschaft zu vertuschen, natürlich mit Hilfe der Medien. Erinnert fast schon an amerikanische Verhältnisse, wo die Medien je nach Betrachter liberal oder konservativ sind. Vielleicht ist es aber so, dass es keinen Sieger gibt - Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie, und die Sitzverteilung im Parlament sollte den politischen Willen des Volkes repräsentieren. Keinesfalls "the Winner takes it all", d. h. es wurde nicht für vier Jahre ein Tyrannos gewählt, der jetzt schalten und walten kann, wie er will. Irgendwie scheint der Gedanke, dass die Parteien die Regierungsaufgabe zusammen erledigen müssen und auch die Opposition den Willen des Souveräns (du und ich) repräsentiert, unterwegs verloren gegangen zu sein, beim Schwelgen in Machtphantasien wie das in letzter Zeit häufig benannte "durchregieren". Alleine schon die Angewohnheit der Parteien, von vorneherein gewisse Koalitionen auszuschliessen, ist ein Unding, dass sich jetzt rächt: wir haben jetzt fünf Parteien, die theoretisch keine Koalition bilden können, da jeder deutlich gemacht hat, dass es mit ihm so und so sowieso nicht geht. Tut mir leid, liebe Parteien, aber unsereins hat laut Verfassung die Gewalt inne, und wenn wir sagen, ihr koaliert, dann tut ihr das gefälligst.

Repräsentiert das Ergebnis nicht im Grunde wirklich den Wählerwillen? Hätte ich z. b. die Möglichkeit gehabt, ganz undemokratisch alleine zu bestimmen, wie das Parlament meine Interessen vertreten soll, wäre ich doch nicht so blöd gewesen, der Partei, die ich gewählt habe, 100% zu geben. Ich hätte genau so eine Mischung aus allen Parteien aufgebaut.
Also Jungs, Seine Exzellenz der Souverän hat gesprochen, an die Arbeit!

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