Die Flagge des Marasek

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Marasek und die Loveparade

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Ich habe meine eigenen Vorstellungen davon, eines Tages an der Loveparade teilzunehmen. Den aufmerksamen Betrachter mag dies verwundern, denn es ist mehr als bekannt, daß ich das Bad in der Menge ebenso scheue wie Katzen ein Bad in 2° kaltem Wasser. Alleine der Gedanke daran, mich auch nur in die Nähe dieser Menschenmassen zu begeben, lässt mich tief erschaudern. Von einem mehrstündigen Aufenthalt in eben jener Menge einmal ganz zu schweigen.

Um also teilzunehmen, bedarf es einiger besonderer Maßnahmen. Ich dachte da an meinen eigenen Lastwagen, auf dessen Ladefläche ein schalldichter, angenehm klimatisierter Container angebracht ist.
Die Wände des Containers bestehen aus Panzerglas, das nach aussen hin verspiegelt ist. So kann ich mich im Inneren am tanzenden Pöbel gütlich tun, ohne mich selbst den lüsternen Blicken der Masse aussetzen zu müssen.
Der Boden des Containers ist mit grauem Teppich ausgelegt, in einer der Ecken des Raumes muss eine Grünpflanze (Chamaedorea elegans) stehen. Ich selbst sitze an einem blankpolierten Schreibtisch und lausche andächtig den sanften Klängen ruhiger Musik, dezente Klaviermusik im Stile einer Piano Bar.
Ab und zu öffnet einer meiner Schergen die Tür und lässt für einen kurzen Moment die wummernde Aussenwelt in mein Refugium eindringen. Er erstattet mir kurz Bericht und geht dann wieder, um mich nicht weiter bei meiner Arbeit zu stören, die vor allem daraus besteht, gelegentlich den korrekten Sitz meiner Uniform zu überprüfen, Berichte meiner Agenten aus allen Teilen der Welt zu studieren und ansonsten ausdruckslos die Körper zu betrachten, die gegen die Scheibe des Containers klatschen.

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