Die Flagge des Marasek

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Maraseks Naturleben, Band LMCX

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Eingeordnet in: Weblog, Natur

Ein Freund von mir schwärmt vom Wald - richtigem, wilden Wald, mit tiefen Schluchten, umgestürzten Bäumen, dichtem Buschwerk und womöglich noch wilden Raubtieren, die nur darauf warten, ihren Speiseplan durch "Filetsteak vom Marasek" zu bereichern. Richtig tiefer Wald ist allenfalls das Revier von Lyme-Borreliose oder FSME übertragenden Zecken - und im Wald die Natur zu finden (welche es ja nicht gibt, wie der treue Leser meiner Texte weiss) ist keine grosse Herausforderung und in meinen Augen wenig interessant.

Absolut interessant und überaus faszinierend finde ich jedoch den Lebensraum "Stadt", der, wenn man genau hinsieht, ein brodelnd lebendiges Biotop ist. Wo wird die Kraft der Natur (die nicht existiert) besser offenbar als an den Pflänzchen, die aus jeder Ritze des Bodens drängen, an Gebäudekanten emporwachsen, den Stein sprengen, bis hin zu kompletten Bäumen, die auf Flachdächern wachsen? Das flache, mit Kies bedeckte Bürogebäude wird so zur felsigen Schuttlandschaft des Hochgebirges, dessen Fläche langsam von Pionierpflanzen erobert wird, die sich zaghaft am Boden klammern, ihn für nachfolgende Generationen bereitend. Des Nachts, vorm Opernhaus, huschen nicht nur Ratten, sondern hoppeln ausgewachsene Hasen, Prachtexemplare, die den Wunsch wachwerden lassen, sich das Essen des heutigen Abends nicht aus dem Supermarkt zu besorgen.

Auf dem Feuersee tummeln sich derzeit vier Enten (eine mit fünf Küken - wie nieeedlich), um die sich etwa 23 Erpel balgen dürfen - oder auch nicht, um König zu zitieren: Zwangshomosexualität, ick hör dir trapsen.
Wer der Hasenjagd widerstehen konnte, wird jetzt durch fette Fische erneut in Versuchung geführt. Aber nicht nur das - zwei vermutlich ausgesetzte Schildkröten runden das Bild ab und ärgern die Entenküken.

Der Freund zieht auch die Existenz diverser übernatürlicher Naturwesen in Erwägung, die sich natürlich vor den bösen Menschen in die tiefsten Gefilde des Waldes zurückgezogen haben. Jedoch, wenn Wildschweine durch unsere Vorstädte trampeln und Füchse in unseren Mülltonnen wühlen, warum sollten nicht Elfen durch unsere Parkanlagen fliegen und Nixen in unseren Springbrunnen planschen?

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