Die Flagge des Marasek

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Art imitates Life

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Zu dem Multiplayerkriegsspiel Battlefield 1942 gibt es jetzt eine Modifikation, die eigentlich folgerichtig Battlefield 2003 heissen müsste - die Autoren entschieden sich jedoch für die etwas einfallsreichere Variante Desert Combat.
Oh ja, ihr ahnt es schon - anstelle Achsenmächte vs. Alliierte darf jetzt die Koalition der Willigen auf die eher unwilligen Iraker eindreschen.

So real wie das Leben ist das Spiel dann aber doch nicht - wer würde sich schon als Iraker an einem Server anmelden, wenn ihn erst mal 3000 Shock & Awe-Bomben erwarteten, die von den Koalitionsstreitkräften aus sicherer Entfernung abgefeuert würden, bevor das Spiel überhaupt anfängt? Nein, die Macher des Mods (Amerikaner...) entblödeten sich doch tatsächlich nicht, für ein ausgewogenes Kräfteverhältnis zu sorgen - damit GI Homefront-Joe nicht auf die Idee kommt, dass Golfkrieg II eine etwas unausgewogene, gar unfaire Sache ist.

Ich bin zu beschäftigt, um mir die Zeit mit dem Erstellen irgendwelcher Mods um die Ohren zu schlagen, aber falls jemand Lust hat, eine realistische Version zu erschaffen - "Battlefield 2003 - The Quest for Oil" zum Beispiel - hätte ich einige nette Ideen:

  • Bevor es los geht, diskutieren die auf dem Server eingeloggten Spieler erst einmal, ob der Konflikt geführt werden soll. Natürlich werden sie den Krieg führen (dazu haben sie ja das Spiel gestartet), aber es geht darum, ein letztes bisschen Form zu wahren und die restlichen Gewissensbisse des britischen Pudels zu beseitigen. Gewonnen hat, wer alte Verbündete am besten brüskiert und sich neue Verbündete erpresst, gekauft und erschmeichelt hat.
  • Während ein Teil der Spieler diskutiert, laufen andere schon mal als Waffeninspektoren auf der Karte rum, kundschaften ein wenig an den irakischen Stellungen rum und zerstören ein paar gegnerische Waffen.
    Die Luftwaffe der Koaliton darf auch schon ran und in "Flugverbotszonen" Stellungen bombardieren.
  • Die Ausrüstung wird auch ein wenig geändert: amerikanische Panzer schiessen doppelt so weit, nur sie haben eine Luftwaffe, können mittels Satteliten stets die ganze Karte einsehen und dürfen, wenn sie es immer noch nicht geregelt bekommen (was wahrscheinlich ist), auf die Unterstützung von Marschflugkörpern hoffen. Die Iraker haben ein paar Panzer und keine nennenswerte Luftwaffe.
  • Auf irakischer Seite ist ein Spieler Saddam Hussein. Hussein kann zwar nicht kämpfen, erhöht jedoch die Moral der Truppe ein wenig. Seine Aufgabe ist es, am Leben zu bleiben und sich gelegentlich im Fernsehen zu zeigen.
  • Dauert das Spiel länger als fünf Minuten, ohne das die Koalition der Willigen nennenswerte Erfolge erziehlt hat, beginnt die Bevölkerung daheim zu murren. Wenn man zivile Ziele trifft, erst recht - dumm nur, dass sich irakische Spieler dauernd als Zivilisten verkleiden.
  • Wenn der Kampf gewonnen ist, beginnt der dritte Teil: Wiederaufbau. Es gilt, die Ölförderinfrastruktur schnell funktionsfähig zu bekommen und gleichzeitig den Terrorismus auf einem erträglichen Niveau zu halten - aber vielleicht sollte dies der Inhalt eines anderen Spiels sein. Oil Imperium II beispielsweise.

Dieser Text ist Teil der Serie Krieg gegen den Irak

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